Spinnen, Motten und Prince

Heute Nacht also mal wieder hochauflösend und gestochen scharf. Die Traumbilder! Was denken Sie denn!

Der MannMitHut hat freundlicherweise die beiden Spinnen aus meinem Büro hinausexpediert. Handtellergroße Spinnen mit einem weißen Hinterteil und schicken schwarzen Haaren darauf! Brrrr … Kurz darauf flogen die Motten herum, die aus der – hm, Architektur kamen. Fragen Sie nicht nach Logik in einem Traum. Die Wände waren Wände und doch wieder nicht. Und die Menschen, die eigentlich im Computer sein sollten (weil wegen Online-Termin heute), alle um meinen Schreibtisch herum.

Dann aber: Eine Veranstaltung mit lauter Menschen, die ich kenne. Und mit Prince als Ehrengast.  DAS beunruhigt mich schon etwas. WER? Jemand aus meinem realen oder virtuellen Umfeld? Tote Personen tauchen manchmal nicht ohne Grund in meinen Träumen auf …

Und im Tageslicht und mit einer großen Schippe voll Arbeit heute vor mir verblassen die Bilder zu Farbklecksen und diffusen Erinnerungspunkten.

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Aus der Zeit gefallen (mal wieder)

Hoppla, es bewegt sich ja doch noch … okay, mir war nicht bewusst, WIE lange der letzte Blogpost her ist. Und was könnte stimmiger sein für einen neuen Eintrag, als ein verregneter Sonntagsmäander, nachdem wir erst um 3.00 Uhr heute früh heimgekommen sind … und ich meine Gedanken noch ein bisschen aufräumen muss.

Weil: Ich bin halt ein Dinosaurier … auch im Musikgeschmack.

War schon eine etwas … äh … spezielle Veranstaltung gestern. Musikalisch bis zu einem gewissen Punkt sehr in Ordnung. Aber halt nur bis dahin. Leute, im Ernst: Wenn ich „Metal“ hören will, will ich „Metal“ hören! Ich brauch den ganzen modernen Sch Kram nicht. Ich will bei Rebellion mitsingen („The clans are marching ‚gainst the law“ …), Battery abfeiern und mich mit Warriors Of The World und Run To The Hills 30 Jahre zurückbeamen, okay? Es GAB mal gute Musik. *seufz*

Trotzdem war es ein feiner Abend mit entspannten Menschen. Außerdem waren der MannMitHut und ich mal wieder gemeinsam unterwegs und das in sehr „zweisamer“ Stimmung – was leider momentan nicht oft der Fall ist.

Aber das muss ich noch loswerden – kommen wir mal zum anwesenden Publikum:
Mädels! MÄDELS! Wie erkläre ich Euch das jetzt?
Du hast richtig große Brüste? Wundervoll, grandios! Und auch noch Deine geilsten Stiefel angezogen, woha! Aber: Dann steh auch dazu! Tu das, wozu Du hier auf der Party bist: Lass Dich angucken! Und latsch um Himmels Willen nicht durch die Gegend wie ein Bauer durch seinen aufgeweichten Acker. Das schönste Nicht-Outfit nützt Dir nix, wenn Du trampelig und krummrückig rumläufst und zudem die Selbstliebe einer Distel verströmst.
Du hast nichtsogroße bis kleine Brüste? Ebenso grandios! Du hast sie nämlich auch wunderhübsch nicht-verpackt. Aber für Dich gilt das gleiche! Noch mehr! Kleiner Tipp vom Küken: Brüste kommen sehr viel besser zur Geltung, wenn die Frau aufrecht geht!
Also: Rücken gerade, Kopf hoch, QueenElizabeth-Haltung und elegante kleine Schritte, ja? (Sonst dürft ihr auch gerne mal in meinen Unterricht kommen …)
Ja sorry, ich finde es einfach jammerschade, wenn Ihr Euch selbst Eure Wirkung nehmt.

Jetzt zum anderen Teil:  KERLS!
Ich weiß ja, dass die Metaller nicht (mehr) die allerhübscheste Spezies unter den Männern sind. Das heißt aber nicht, dass Ihr es darauf anlegen müsst. Wir Ladies möchten nämlich auch gerne unser Augenfutter haben, ja?! Zumindest auf so einer Veranstaltung. Bittedanke! Wir sollen hübsch daherkommen und Ihr meint, Ihr braucht nix weiter tun als im ältesten verwaschensten schlechtsitzendsten Shirt, das kaum über Eure Bierplautze geht, an der Bar rumzustehen, das fünfte alkoholische Irgendwas in der Hand,  und wir liegen Euch zu Füßen? Vergesst es. Schaut wenigstens ansatzweise drauf, dass Ihr in Form bleibt. Nein, wir erwarten keine durchtrainierten Models, aber ein bisschen Selbstachtung und Manieren (und Körperpflege!). Achja, dass Alkohol der Libido nicht auf Dauer förderlich ist, wisst Ihr, ne? Alkohol macht außerdem fett.
Denkt in dem Zusammenhang mal drüber nach.

Aber okay, zwei, drei, so ne Handvoll von Euch habens doch kapiert. Die guckt unsereins dann eben den ganzen Abend an. 🙂 (Immer, es ist immer der DJ. Oder der Gitarrist. Manchmal auch beides in einer Person … 😉 )

So, jetzt bin ich mal gespannt, ob die Ausgeh-Klamotten wieder so lange im Schrank bleiben.

Aber hey: Ich kann’s noch! NOCH bin ich nicht ganz unsichtbar in der Menge, und das ist ja auch schon was wert!

 

Zwetschgenknödel

Es gibt so manches Essen, das ich nur einmal im Jahr bekomme. Zwetschgenknödel gehören dazu. Die mache ich nämlich nicht selbst (geht schief, habe ich ausprobiert), sondern lasse machen und mich dazu einladen. Zwetschgenknödel sind lecker.

Zwetschgenknödel gibt es heute Abend bei Schwiegers. Mjamjam! (Die Knödel, nicht die Schwiegers.)

Der Nachteil dabei ist, dass ich dabei weitere Familienmitglieder ertragen muss.
Ich hoffe, der Schwiegervater hat genügend Ablenkung in Form von alkoholhaltigen Getränken gebunkert. Meine letzte Drohung in Richtung dieses Paares war nämlich, wahlweise loszubrüllen und meine Meinung über gewisse Verhaltensweisen lauthals kundzutun oder aber erst mit der Faust auf den Tisch zu hauen und dann loszubrüllen und lauthals … Die dritte Alternative wäre, die beiden am Kragen zu packen und durchzuschütteln. Aber dabei gehen die dann noch kaputt.

Möge die Selbstbeherrschung mit mir sein. Aber nicht für die Zwetschgenknödel!

Stufen

Nein, nicht Hermann Hesse.

Stufen im Haus. 44 Stück. Geht man nach oben, wird es mit jeder Stufe gefühlt ein halbes Grad wärmer. Nach unten ein halbes Grad pro Stufe kühler. Raten Sie, wo sich die Werkstatt vom MannMitHut befindet. Und wo Bügelbrett und Bügeleisen. Genau.

Rennt Geht man allerdings ein paar Mal am Tag sämtliche Stufen in sämtliche Richtungen, ist das Stockwerk auch schon wurscht.

(Falls Sie jetzt die Treppenhausszenen aus dem Haus, das Verrückte macht vor Ihrem geistigen Auge haben – jep! 🙂 )

 

Das Leben ist zu kurz,

um schlechten Wein zu trinken! Sagt jedenfalls der Weinkühler …

Und weil ich den MannMitHut heile vom langen Hockenheim-Wochenende zurückbekommen habe (suchmaschinen Sie „Matapaloz“ und „Hockenheim“ …), kam gestern Abend eine von den kostbaren Weinflaschen aus Schriesheim auf den Tisch.

Naja, was heißt „heile“ – zumindest in einem Stück und wiedererkennbar (suchmaschinen Sie „Pogo“).

Es geschieht so zwei-, dreimal im Jahr, dass der MannMitHut die Festival-Ausrüstung packt und sich in die Wildnis verabschiedet. Ich genieße das dann durchaus, die Zeit und das Haus für mich alleine zu haben.* Meistens bekomme ich dann irgendwann ein Anfall von Nostalgie und krame in alten Erinnerungen. Sie kennen vielleicht diese Gedankenketten, wo ein Gedanke zum nächsten führt? Im Laufe meiner – ziemlich unverklärten – Rückschau brachte mich meine Gedankenkette zu der Erkenntnis, dass der Mann, der einen Großteil meiner Jugend beeinflusst hat, in dieser Woche 57 Jahre alt wird. SIE-BEN-UND-FÜNF-ZIG! Öha, schwer auf die 60 zu! Da gehen sie hin ins Alter, die Idole unserer Jugend … Ich verfolgte einmal ein Interview mit ihm und habe auch seine Biografie gelesen. Beides habe ich nicht bis zum Ende durchgehalten, weil: WTF? Äh, nö Bub! So net! Diese geballte Portion Überheblichkeit, boah nee! Nun gut, Schulterzucken, bisschen grinsen über meine jugendliche Naivität in dieser Hinsicht (glauben Sie mir, in vielen anderen Dingen war ich nicht naiv!). Immerhin ist mein Beuteschema – äh, gefestigt.

Und wenn man dann mit dem Soulweeper  nochmal auf Dienstfahrt gehen darf, DANN HAT MAN HALT NEN OHRWURM! Und muss mal eben fünf sechs sieben Alben durchhören.

Und die Moral von der Geschicht‘? Älter werden hat schon auch so seine Vorteile. Manchmal lösen sich Illusionen auf, aber grundsätzlich ist es nicht schlecht, Menschen schneller zu durchschauen.

* Ja, der MannMitHut geht ohne mich auf Festivals. Ich bin dafür nicht geschaffen. Es ist besser für die Stimmung im Rudel und für mein Aggressionslevel (und die Unversehrtheit anderer), wenn ich dort nicht bin.