Erkenntnisse eines Wochenendes

La Famiglia:

1. Familie ist anstrengend.
2. Familie ist erträglich, wenn die Dauer des Zusammenseins sehr beschränkt ist.
3. Das Strahlen in den Augen meines Bruders, dass alle drei Geschwister zusammen gemeinsam seinen 60. feiern: unbezahlbar.
4. Kinder im Alter von 6 Jahren haben kein Problem damit, 24 Stunden zu sabbeln. Erwachsenen bluten dann halt irgendwann die Ohren.
5. Vergleiche niemals die Kindheit eines heute 6jährigen mit deinem eigenen 6jährigen Ich!
6. Kinder sind eine geldintensive Sache. Muss man sich vorher klarmachen.
7. Deutsche bleiben deutsch, angeheiratete ausländische Familienteile bleiben ausländisch, Mischehe hin oder her.
8. Mein Bruder hat einen SEHR sportlichen Fahrstil – meine Schwägerin fährt (Entschuldigung) wie eine gesengte Sau!
9. Die beste Zeit zusammen beginnt dann, wenn man sich in der Küche auf das (vermeintlich) letzte Bier des Abends der Nacht zusammensetzt.
10. Ich sollte doch mal mehr Kontakt zu meinen Brüdern halten.

La Strada:

1. Das neue Auto ist autobahntauglich, aber Kilometerfressen ist anstrengend.
2. Sind da draußen eigentlich nur noch Dappschädel unterwegs?
3. Es heißt REISSVERSCHLUSS-Verfahren, NICHT KLETT-Verschluss! Ist denn das so schwer?!
4. Mit einer Spuranzahl von 3+ scheint die rechte Fahrspur absolut keine Option mehr zu sein. 100 km/h auf der Mittleren, kilometerweit, egal ob man rechts schon überholt wird oder Hintermann wild lichthupt … Rechtsfahrgebot anyone?
5. Blinker werden auch überbewertet.
6. *quetsch* *drängel* *auffahr* *ausbrems* – in beliebiger wiederholender Abfolge.
7. Deutschland, deine Autobahnen … waren auch schon mal besser instandgehalten.
8. Der MannMitHut ist ein Weltklasse-Autofahrer.
9. Was ich alles für Schimpfwörter kenne … ?!

Fazit 1:
War schön, aber muss nicht so schnell wieder.

Fazit 2:
Es hat gutgetan, die alte Heimat mal wieder zu sehen.

Die Katze lässt das Mausen nicht

und die Nähnerdin lässt das Stoffekaufen nicht!

Tja nu, was soll ich sagen?
Ich weiß doch auch nicht, wie das passieren konnte … plötzlich waren alle Taschen rappelvoll mit Zeug …

Sie dürfen mich doch auch nicht einfach so unkontrolliert auf einen STOFFMARKT lassen!
Und ich töne noch: Ich brauch ja eigentlich nix.

Ausbeute Stoffmarkt Ludwigshafen letzten Samstag:

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Diesmal fast nur Einfarbiges. Grün und Grau in der Mitte werden Rückseiten von Patchwork-Decken ergeben (bis man so ein Grün mal findet …), dazu Stoff für Bequem-Hose und T-Shirts für den MannMitHut. (Der MannMitHut findet tatsächlich in keinem Klamottenladen etwas zum Anziehen. Weil nämlich die Hersteller alle Naslang ihre Schnitte ändern!! Das gilt für T-Shirts, Polos, Hemden, Hosen, …. ach, endlos. Und Schuhe! Schuhe für den MannMitHut sind definitiv ein GROSSES Problem!)

Der Rest sind schön dehnbare Jerseystoffe für Wasserfall-T-Shirts nach Pattydoo*, nachdem der genähte Prototyp doch tatsächlich tragbar ist – zwar nur zur Gartenarbeit (Merke: Querstreifen in Jersey, die an der Naht exakt aufeinandertreffen sollen, tun das im Allgemeinen nicht.), aber hey: Selbermacht!!

Also mal fix die Fleißarbeit erledigt:

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Gewaschen, ungebügelt, gewickelt. Ab damit ins Regal.

Nicht im Bild: Die drölfzig Kleinteile, die ich unter anderem für Nesteldecken** verarbeiten will. Die sind nämlich bereits wild verstreut, weil ich muss ja alles auspacken und befu… anfassen. Dazu noch zwei Farben Overlock-Garn, weil: Man hat ja nix!

Jetzt reichts aber erstmal wieder mit Nähnerd-Einkäufen!

* Ja, ich mag Pattydoo sehr. Die Nähvideos sind große Klasse, es sieht alles so einfach aus, ich möchte dann immer sofort losnähen. Auch Schnitte kaufe ich dort problemlos.

** Das sind Kissen oder Decken, die in der Betreuung von dementen Menschen eingesetzt werden. Die können damit ihre Hände beschäftigen: Reißverschlüsse, Quasten, verschiedene Bänder, Knöpfe, Fransen, ach, alles Mögliche, was sich bewegen, ordnen, befühlen lässt. Manchmal rufen Dinge wie Quasten, ein Stück Spitzendeckchen, eine Borte, ein gehäkeltes Stück Mini-Topflappen Erinnerungen wach und machen ein bisschen Kommunikation möglich.

(Un-)Ruhe

Ein bisschen arg still hier momentan. Das Leben ist ein unruhiger Fluss, und obwohl ich viele bloggenswerte Kleinigkeiten aneinanderreihen könnte, fehlt gerade etwas der rote Faden.

Eine kleine Empfehlung habe ich jedoch, falls Sie gerade ein wenig über sich und ihr Leben reflektieren möchten: Frau LaVieVagabonde hat ganz viele Fragen dazu veröffentlicht. (Ich bemühe mich gerade um blogtaugliche Antworten auf einige dieser Fragen.)

 

Testament einer Katze

Das Testament einer Katze

Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament,
um ihr Heim und alles, was sie haben,
denen zu hinterlassen, die sie lieben.

Ich würde auch solch ein Testament machen,
wenn ich schreiben könnte.

Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner
würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen,
meinen Napf, mein kuscheliges Bett,
mein weiches Kissen, mein Spielzeug
und den so geliebten Schoß,
die sanft streichelnde Hand,
die liebevolle Stimme,
den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,
die Liebe, die mir zu guter Letzt
zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird,
gehalten im liebendem Arm.

Wenn ich einmal sterbe, dann sag‘ bitte nicht:
„Nie wieder werde ich ein Tier haben, der Verlust tut viel zu weh!“
Such Dir eine einsame, ungeliebte Katze aus
und gib‘ ihr meinen Platz.
Das ist mein Erbe.
Die Liebe, die ich zurücklasse,
ist alles, was ich geben kann.
(Quelle: Internet)
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Ach Micky … Wir vermissen Dich! Sehr!
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Daumen drücken

Wenn Sie vielleicht ein paar gedrückte Daumen für uns übrig hätten?

Der MannMitHut und ich kommen gerade (22.30 Uhr) aus der Tierklinik, wo unsere Micky die Nacht verbringt. Die Rabenschwarze begrüßte uns heute Nachmittag … ja, eben nicht. Apathisch lag sie im verstecktesten Winkel, kurzatmig, mit Fieber und Schmerzen.

Jetzt ist ihr Zustand einigermaßen stabil, aber fit ist was anderes …