Auferstanden die Ruine …

Back to life … vom Zahnfleisch zurück auf alle Viere zurück auf die Füße.
Naja, einigermaßen. Die letzten Wochen waren Volldampf und das letzte Gefecht am vergangenen Wochenende eine Dampfwalze.

Wie war das eigentlich in der letzten Zeit? Nur noch diffuse Bilder im Kopf. Irgendwann fängt man an, nur noch zu funktionieren. Muss ja.
Ab Januar: Sch…, es wird ernst. Erste Aussortier- und Packaktionen. An den Wochenenden 400 km entfernt das neue Büro herrichten (lassen – ein Hoch auf gute Freunde, die auch noch Handwerker sind!). Die ersten Großeinkäufe im Baumarkt. Dazwischen: Finanzamt. Krankenkasse. Alle möglichen Versicherungen. Planungen. Hierhin, dahin.
Es geht alles zu langsam! Ich kann selbst zu wenig aktiv werden.
Dreck, Staub, Bauschutt, Zweifel, Frustration gibts dafür gratis.

Februar: Es wird ungemütlich und unübersichtlich. Der MannMitHut weiter arbeitenderweise aushäusig. Ich packe und packe, glücklicherweise kann ich die Kartons gut in der Wohnung stapeln. Das Notwendigste wird nebenbei mit an den neuen Wohnort verschafft. Gleichzeitig werde ich Stammgast beim Fernbus. Weil: Büroeinweihungsfeiertermin steht. Deadline. Ab Mitte des Monats kann ich endlich selbst auch was tun. Die Wohnung muss warten. Im Baumarkt begrüßt man mich fast schon mit Namen, im Möbelhaus auch. Eine große Summe Geld frisst das Ganze sowieso. Aber: Ich kann loslegen, und wenn ich mich richtig erinnere, habe ich drei Tage durchgearbeitet. (Nebenbei war ich die Attraktion der Straße. So oft sieht man auf dem Land halt nicht eine Frau auf einem Gerüst stehen und Farbe an 3,30 m hohe Wände klatschen … hmpf).
Ende des Monats hat auch der MannMitHut endlich Urlaub und im letzten Kraftakt wird das Büro einweihungstauglich.

Keine Zeit für Pause.
März: Drei Tage lang die Wohnung reisefertig machen. Showdown – jetzt wird es bizarr: Sechs oder sieben oder acht Umzugsleute (ich hab irgendwo aufgehört zu zählen) stürmen (sic!) frühmorgens die Wohnung, wild entschlossen, alles drei Stockwerke tief und in den Lkw zu verladen. Die hatten Zeitnot, weil sie am Samstag nur bis 0.00 Uhr fahren dürfen und ja auch 400 km wieder zurückmussten. Deshalb das Großaufgebot beim Einladen, die Tour selbst machten dann nur zwei von denen. Das beste, was Sie in dieser Situation tun können, ist tunlichst nicht im Weg rumzustehen und die Leute ihre Arbeit machen zu lassen – denn das waren echte Profis, da saß jeder Handgriff!* Gucken und Staunen, das Nervenkostüm ist nicht mehr vorhanden; hoffentlich kommt der Lkw heil an. Und wie haben die das überhaupt alles in diesen Lkw reingebracht??? Fünf Stunden später verschwindet unsere Wohnung Stück für Stück in einem großen Kellerraum, weil das Haus ist ja noch nicht frei. Aussage des Umzugsfirmenmenschen: Das passt alles da rein, einschließlich der Kartons! Versprochen! Tat es auch. Und so wanderte alles an mir vorbei in die Tiefe. Da geht die Küche … ui, das Sofa … Kartons … noch mehr Sofa … Schrank, Kartons, Schrank, nochn Schrank. (Wenn Sie jetzt die Tetris-Melodie und verschiedene fallende Formen im Kopf haben – ja, genau so!)  Aber es passte. Und bevor ich überhaupt begriffen hatte, was da vor sich ging, war knapp zwei Stunden später das Thema durch.
Vorläufiges Ende der Veranstaltung – wie, das war es schon?!

Jetzt: Provisorisches Wohnen auf engem Raum, aber mit viel gutem Willen auf allen Seiten geht das. Trotzdem: Luxus. Andere Menschen haben wesentlich bescheidenere Verhältnisse und keine Unterstützung.
Durchatmen … vorläufig einrichten, neue Bewegungsmuster (es sind halt nicht die gewohnten Räume) lernen.Und die letzten Arbeiten in Angriff nehmen, schon wieder streichen – diesmal eine ganze Wohnung – und eine Million Bohrlöcher wieder zumachen, damit das alles ordnungsgemäß noch übergeben werden kann. Also wieder Autobahnkilometerfressen an den nächsten Wochenenden, diesmal umgekehrte Richtungen. *seufz*

Keep on running …

* Wenn Sie einen Tipp für eine gute Umzugsfirma in München brauchen, fragen Sie mich gerne.

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