Surreales und leise Hoffnung

10.48 Uhr. 10.48 Uhr??!! Warum weckt mich keiner? Warum bin ich nicht aufgewacht? Scheixxe …
Dieses Haus kenne ich … zwei junge Damen von der kreativen Fraktion leben jetzt darin. Es ist hell und freundlich geworden. Einladend. Früher war es das Haus meiner Großmutter. Drumherum ist alles noch da … der Gartenzaun mit dem kleinen Türchen, der Weg zum Haus, der große Garten. Die Ladies freuen sich, etwas über die Vergangenheit des Hauses zu erfahren.
Es ist soweit, die Mieter ziehen aus! Schaut Euch nur um, hier, das Bad – nein, es ist nicht das richtige Bad, hier gibt es kein Fenster, es ist ein dunkler Raum. Aber auch dieses Haus kenne ich, hier war ich schon öfter. Dunkles Holz an den Decken. Treppen aus dunklem Holz. Verwinkelt, wieder ein Raum nach dem nächsten, bis ich irgendwo im Freien stehe.
Leere Räume mit Laminatboden, nur einzelne Möbel stehen noch herum. Mittendrin die Mieter und drei Katzen. Wie kommen die denn hierher?

Eine verwüstete Landschaft, übersät mit lauter kleinen Feuerschloten, wie Vulkane im Miniaturformat. Einer am anderen. Eine junge Frau versucht einen Weg zu finden. Sie trägt einen sehr passenden Rock, schwarz mit was? Rot. Ich bin es nicht, ich kenne diese Frau nicht. Aus dem Off eine Stimme, die ihr rät, direkt die Füße auf die Schlote zu setzen, das ist zwar heiß, geht aber schneller und leichter. Sie erreicht eine Höhle.
Gefangen. Wie kommen wir hier raus? Da, eine Tür wurde offengelassen, schnell weg. Aber leise! Leise! Verdammt noch mal, hör auf zu singen! Tut mir leid, das gibt ne Beule, aber jetzt bist Du wenigstens ruhig, Frau!
Wir tragen Dich auch … Vorsichtig! Ein Raum nach dem nächsten … Was ist das am Boden in den Teppichen? Silberne Streifen, ganz dünne Leuchtbänder. Mist, Sensoren – nicht drauftreten! Links daneben entlang! Ich sagte, NICHT drauftreten! Damn, jetzt müssen wir schnell sein. Verfolger auf den Fersen.
Ausgang! Ein ganz normaler Bürohauskasten? Egal, draußen! Der Rest verschwimmt.
Ortswechsel. Wieder am Anfang, alte Heimat, vertraute Wege. Steigungen rauf und runter. Teile der Handlung fehlen. War da etwas mit einem Bus? Aber da an der Ecke – hey, cool – ein Gitarrenladen. Berg wieder hochlaufen. Eine Tasche über der Schulter, eine ziehe ich hinter mir her. Nach Hause?

Mühsames zurückarbeiten in die Realität. Aufwachen, und doch nicht. Wo bin ich überhaupt? Bett, aha. Wann bin ich? Dienstag, ne, Mittwoch, oder? Wieder einschlafen, bis der Wecker die Nacht für beendet erklärt. KAFFEE! Langsam lässt die Klebrigkeit der Träume nach.

Und so geht das – bis auf wenige Ausnahmen – jede Nacht! Oft genug dieselben Traumbilder. Wo bin ich nachts? Bin ich in meinem Kopf oder geht doch meine Seele auf Reisen? Anstrengend, das alles.

Im realen Leben dafür die vorsichtige Hoffnung, dass die Übergangsmieter an ihrem Auszugstermin festhalten. Es könnte klappen. Halten Sie uns die Daumen!

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