Monat: Mai 2015

Was man so findet …

Da ist mir beim Rumräumen doch tatsächlich dieses Blatt Papier in die Hände gefallen. Ist das lange her, dass mir das hier über den Weg lief – stimmt aber immer noch:

Eschatologischer Waschzettel

1. Dies ist es!

2. Es gibt keinen verborgenen Sinn.

3. Es gibt nur hier und jetzt und keinen anderen Ort, wo du hingehen kannst.

4. Wir sterben schon, und wir werden lange tot sein.

5. Nichts ist von Dauer.

6. Du kannst nicht alles bekommen, was du haben willst.

7. Du kannst nichts haben, solange du es nicht losläßt.

8. Du kannst nur behalten, was du weggibst.

9. Es gibt keinen besonderen Grund dafür, daß du einige Dinge, die du ersehnst, einfach nicht erreichst.

10. Die Welt ist nicht unbedingt gerecht. Gut zu sein zahlt sich oft nicht aus, und es gibt keine Entschädigung für Unglück.

11. Du hast die Verantwortung, trotzdem dein Bestes zu tun.

12. Es ist ein zufälliges Universum, dem wir da Sinn geben.

13. Du hast nichts wirklich unter Kontrolle.

14. Du kannst niemanden zwingen, dich zu lieben.

15. Keiner ist stärker oder schwächer als irgendein anderer.

16. Jeder ist auf seine Art verwundbar.

17. Es gibt keine großen Menschen.

18. Wenn du einen Helden hast, sieh noch einmal hin: du hast dich selbst irgendwie kleiner gemacht.

19. Jeder lügt, betrügt, tut so, als ob.

20. Alles Böse ist potentielle Vitalität, du mußt es nur umsetzen.

21. Alles an dir ist etwas wert, wenn du es nur besitzt.

22. Fortschritt ist eine Illusion.

23. Man kann das Böse hierhin und dorthin schieben, aber nie ausrotten, denn alle Lösungen brüten neue Probleme aus.

24. Trotzdem ist es notwendig, weiter zu kämpfen, und auf die Lösung hinzuarbeiten.

25. Die Kindheit ist ein Nachtmar.

26. Aber es ist so schwer, ein selbstständiger paß-auf-dich-selbst-auf-denn-es-gibt-keinen-anderen-der-es-für-dich-tut-Erwachsener zu sein.

27. Jeder von uns ist letztlich allein.

28. Die wichtigsten Dinge muß jeder für sich selbst tun.

29. Liebe ist nicht genug, aber sicher hilft sie.

30. Wir haben uns nur selbst und einander. Das ist vielleicht nicht viel, aber mehr gibt es nicht.

31. Wie seltsam, daß es oft all das wert zu sein scheint.

32. Wir müssen in der Unsicherheit teilweiser Freiheit, teilweiser Macht und teilweisen Wissens leben.

33. Alle wichtigen Entscheidungen müssen auf der Basis unzureichender Daten gefällt werden.

34. Und doch sind wir verantwortlich, für alles, was wir tun.

35. Entschuldigungen werden nicht angenommen.

36. Du kannst weglaufen, aber du kannst dich nicht verstecken.

37. Es ist sehr wichtig, alle Sündenböcke abzuschaffen.

38. Wir müssen die Kraft erkennen, die darin liegt, mit unserer Hilflosigkeit zu leben.

39. Dein einziger Sieg liegt in der Hingabe an dich selbst.

40. Alle wichtigen Schlachten trägst du in dir selbst aus.

41. Du bist frei, zu tun, was immer du willst. Du mußt nur bereit sein, die Konsequenzen zu tragen.

42. Was weißt du eigentlich …. sicher?

43. Lerne, dir selbst zu vergeben, und wieder und wieder und wieder und wieder ….

Challenge accepted

Oder auch: Jetzt gehts loohoos!

Hier ist die Quest:
Entere den Baumarkt und lass einen großen Teil Geldes dort. Bringe die dafür erstandenen Kleinteile an den Zielort.

Wohnzimmer Treppen

Entwirre das Chaos in der Übergangswohnung und bringe die Provisorien sinnvoll geordnet in das neue Heim. Nutze dabei die vorhandenen ENDLOSEN Auf- und Abstiegshilfen (aka Treppen).

Kartons Möbel

Löse Möbeltetris und Kartonstapel auf, richte Wohnung Haus damit ein. Nutze auch hier die Auf- und Abstiegshilfen ausgiebig.

Vorgarten Garten

Entwildere Vorgarten und Garten und mache sie ortstauglich.
Bonuslevel: Meistere die Quest ohne Kollateralschäden, ohne Blutvergießen (also ohne Stolpern, Fallenlassen, Kopf anrennen, Finger einklemmen, an Werkzeug verletzen etc.) und ohne die Beteiligten, die alles besser wissen, zu liquidieren.

*SEUFZ* Challenge accepted. Bonuslevel? Muahahaha!

 

 

Das Phänomen Zeit

Warum ist das eigentlich so, dass einem die Zeit langsamer zu vergehen scheint, wenn ein bestimmtes Ereignis absehbar ist?

Die ganzen letzten Wochen war ich trotz des provisorischen Lebens nicht annähernd so hibbelig und ungeduldig wie jetzt. Jetzt sind noch drei, vier, fünf Tage durchzuhalten – und die Zeit scheint überhaupt nicht mehr zu vergehen. Das ziiiieeeeht sich gerade … Wie, es ist erst Freitag? Nicht schon Sonntag? Oder Montag? Wirklich nicht? Hmpf … mennnnoooo.
Gleichzeitig tausend Pläne, Ideen und ToDos im Kopf, die alle noch ausgebremst sind, weil „Jetzt warte doch erstmal ab, bis wir an Ort und Stelle sind!!“ Hmpf … mennnnoooo! Andere Dinge, die jetzt schon machbar wären, scheitern dafür an der Abwesenheit der erforderlichen Leute.

Zum Glück habe ich mir für dieses Wochenende (ehrenamtliche) Arbeit aufgehalst, sonst würde ich nur noch dasitzen und mit dem Fuß auf den Boden tappen.

„Schenk mir Geduld, aber zackig!“ *g*