Monat: Juni 2015

Beute

Und zwar des Wahnsinns fette …

Stoffmarkt Mannheim, MY ASS!

Die Beute:

Stoffmarkt1

Ich wundere mich etwas über meine Farbauswahl. Punkte gehen wohl immer, oder?

Fleißarbeit 1 und 2:

Stoffmarkt2

Gewaschen und aufgehängt.
(Zum Glück vorher fotografiert, sonst wüsste ich nicht mehr, welche Farbverläufe zusammengehören.)

Fleißarbeit 3 und 4:

Stoffmarkt3

Gebügelt und gewickelt und aufgeräumt.

Das Argument „Ich hab doch gar keine Baumwollstoffe und keine Jerseys!“ zieht jetzt halt nicht mehr. Geübte Näherinnen und Näher wissen aber, was jetzt kommt, ne? Genau – ääääh, nu hab ich gar keinen passenden Faden! Und keinen passenden Unistoff! MIFFT! 🙂

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Von einem Tal und keinem Anfang

Kennen Sie das, dass ein Thema Sie unterschwellig immer und immer wieder beschäftigt, in Dauerschleife? Neben Ihrem normalen Alltag, Ihrer Arbeit, Ihrem Tun, vor dem Einschlafen, nach dem Aufwachen.

Bei mir gab es vor einiger Zeit einen Moment, der mich in eine Welt zurückgeworfen hat, die ich abgeschlossen geglaubt hatte. Die letzten Monate waren hektisch, aber das Thema war immer da. Ich entwarf Blogeinträge, schrieb um, schrieb weiter, schrieb nicht mehr weiter, schrieb doch weiter …

In den letzten Tagen hatte ich mehr Zeit für mich, der MannMitHut ist konzerttechnisch einige Tage unterwegs (ja, Hockenheimring, Sie wissen schon). So harmonisch unsere Zusammensein ist, ich brauche ab und zu Zeiten, in denen ich allein bin. Immer ein bißchen irritierend für den MannMitHut, aber – ich bin gerne allein. Nur für mich. Ich brauche solche Zeiten, um mich selbst wieder besser zu hören, um Gedanken zu denken und zu sortieren, um klar zu werden im Kopf.

Und natürlich machte sich auch dieses eine Thema breit. Ich zögere immer noch, auf den „Publizieren“-Knopf zu drücken. Wen interessiert das schon?  Was will ich überhaupt damit erreichen? Andererseits: Wenn das Leben dir so ein deutliches Signal gibt …

Hm, eine halbe Flasche Secco machts jetzt auch nicht einfacher.

Was geht?

Tabula Rasa

Uuups … ich wollte doch nur ein paar Ästchen zurückstutzen! Aber ich konnte einfach nicht mehr aufhören …

Hier nochmal vorher:

GartenVorher

Und jetzt:

Garten2 Garten3

Komplett abrasiert. Der Holunder war bereits fünf Meter hoch in Nachbars Garten gewachsen. Andere Gewächse komplett verlaust; kein Wunder, dass sich im Rasen ein Dutzend Ameisenvölker tummeln. Der vorderste Strauch so hoch, dass wir die Markise gar nicht mehr ganz ausfahren konnten.
Jetzt muss das Grünzeug noch aus dem Boden. Und das letzte Drittel Urwald gelichtet werden. Und nächstes Jahr gibts dann vielleicht einen vernünftigen Rasen, der diesen Namen auch verdient. Dummerweise sehe ich nämlich jetzt, was die zugewucherten Seiten mit dem Rasen angerichtet haben.

(Das mit dem Fotografieren üben wir aber nochmal ….)

Doch manchmal, ja manchmal …

Ich bin ein ausgeglichener Mensch,
Ein sonniges Gemüt,
Und um gute Umgangsformen
Bin ich sehr bemüht.

.
Doch manchmal, ja manchmal,
Da halt ich’s nicht mehr aus!
Die Galle läuft mir über
Und es platzt aus mir heraus:

J.B.O. – Mensch ärgere Dich nicht

 

Und nun stehe ich da und weiß nicht, worüber ich mehr den Kopf schütteln soll …
Nein, liebe Schwiegermutter, wenn Du ungefragt in meiner Abwesenheit in mein Haus reinspazierst, dann bin ich darüber gar nicht amüsiert! Ich empfinde das als Eindringen in meine Privatsphäre und als übergriffig. Ach ja, du hast ja nur eben schnell das Paket rübergebracht … NEIN! Nein, man geht nicht einfach in anderer Leuts Wohnbereich! Man fragt zumindest vorher mal, sonst rufst du auch wegen jedem Fürzerchen an! Außerdem ist da – wie du weißt – seit einigen Tagen ein extrem verunsichertes vierbeiniges Wesen bei uns im Haus, das bei jedem neuen Ding höchst irritiert ist! Und weiß ich denn, wo du noch überall noch reingeguckt hast? Ich werde da richtig SAUER!

Äh nein, du braucht dich bei mir auch nicht über die ausufernde Arbeit am Wochenende beklagen. Du weißt genau, dass du von mir keine bedauernden Mitleidsbekundungen bekommst. Laß deine Kinder endlich los! Die sind beide weit jenseits der 30! Und wenn du deinem zweiten Sohn eben die Vorbereitungsarbeiten zur Geburtstagsfeier abnimmst, dann ist das deine Sache. Der ist  a) alt genug, selbst alles herzurichten und einzukaufen, was benötigt wird; b) alt genug, ein paar Tische und Sitzbänke und eine Grillvorrichtung aufzubauen; c) verheiratet, so dass auch die dort vorhandene Ehefrau ihren Teil dazu beitragen könnte; und d) sich nicht zu schade, eine Feier mit rund 20 Leuten in euren Garten zu verlagern und dir die Arbeit zu überlassen.
Aber es ist ja so schön, wenn man gebraucht wird und unentbehrlich ist, ne? Hoffentlich ist er wenigstens so anständig, dich zu fragen, was du an Geld für Essen, Fleisch, Getränke, Knabbergezeter undsoweiter ausgegeben hast.
(Abgesehen davon, dass ich euer Geschenk für ihn absolut daneben finde, weil – ne, alles hat irgendwo Grenzen …)

Hmpf, musste ich gerade mal loswerden. Ich bin sehr froh, dass der MannMitHut dem elterlichen Helikopter frühzeitig entkommen und ein sehr eigenständiger Mensch geworden ist. (Immer mal wieder versuchen sie es und wir lassen es nicht zu.) Ich verstehe auch die Position „einmal Eltern, immer Eltern“.  Aber ich weigere mich, das Ganze auch noch als „unabänderlich“ zu unterstützen. Hier stehen so viele gegensätzliche Handlungsweisen und Ansichten im Raum, dass mir dafür nur die Bezeichnung „Clash of Cultures“ einfällt und es besser ist, wenn ich auf Distanz gehe. Notfalls eben mit einer deutlichen Ansage.

Die alte Dame

Tja, wer Pläne macht, muss damit rechnen, dass andere so gar nix davon halten. In diesem Fall hielt eine sehr selbstbewusste, ältere Dame so gar nix davon, umzuziehen und sich bei uns neu einzuleben. Dabei hätten wir ihr so gerne die Chance gegeben. Allein, sehr, sehr viele Leute konnten die Dame tagelang nicht überzeugen, sich die Sache doch wenigstens mal anzusehen. Nein! Will nicht! – Aussage, Ausrufezeichen. Nix zu machen.

Aber dann war da eine andere Dame. Auch schon älter, nein – alt. Und überhaupt nicht selbstbewusst. Verwirrt, verschreckt, vorsichtig, auf der Flucht. Und dick. Also, richtig DICK! Aber mit einem Ausdruck in den Augen …. so ein ganz kleines, schüchternes, piepsiges „Hilfe?!“

Nein, man kriegt mich nicht mit dem Kindchen-Schema. Aber man kriegt mich mit „Das hat er/sie/es nun wirklich nicht verdient. Armes, leidendes Wesen!“

Nach nur drei Tagen zeigt die Seniorin ihren wundervollen, umgänglichen Charakter. Sie benimmt sich vorbildlich und wird immer anhänglicher. Sie poliert ihr Selbstbewusstsein auf und inspiziert vorsichtig ihr neues Umfeld. Bei jedem Geräusch, das sie nicht kennt, erschreckt sie fürchterlich, läuft aber inzwischen nicht mehr bis in die hinterste Ecke. Und sie holt sich die Zuwendung, die sie in der letzten Zeit so vermisst hat. Der Ausdruck in ihren Augen ändert sich langsam. Und das mit dem Übergewicht kriegen wir schon hin, wenn sie nicht mehr Frustfressen muss.

Willkommen bei AnnJ und dem Mann mit Hut, Micky!

Micky1

 

(Dies ist ein Plädoyer für Tierheim-Tiere! Leute, wenn Ihr überlegt, ein Tier in Euren Haushalt zu holen – schaut in die Tierheime in Eurer Umgebung. Dort wartet möglicherweise genau EUER Tier.)

Der neue Nachbar

hat uns bereits freundlichst begrüßt und findet überhaupt unsere Terrasse ganz toll. Unsere Terrassenstühle wurden ebenfalls für passend, also katzentauglich befunden. Und dann stehen Sie da mit Ihrem Kaffee in der Hand und sollten dieses plüschige, flauschige, liebenswürdige, schnurrende, warme, weiche, kuschelnde Maunztier vom Stuhl vertreiben? Fällt schwer ….

*hachz*

Kater1a Kater3a Kater4a