Doch manchmal, ja manchmal …

Ich bin ein ausgeglichener Mensch,
Ein sonniges Gemüt,
Und um gute Umgangsformen
Bin ich sehr bemüht.

.
Doch manchmal, ja manchmal,
Da halt ich’s nicht mehr aus!
Die Galle läuft mir über
Und es platzt aus mir heraus:

J.B.O. – Mensch ärgere Dich nicht

 

Und nun stehe ich da und weiß nicht, worüber ich mehr den Kopf schütteln soll …
Nein, liebe Schwiegermutter, wenn Du ungefragt in meiner Abwesenheit in mein Haus reinspazierst, dann bin ich darüber gar nicht amüsiert! Ich empfinde das als Eindringen in meine Privatsphäre und als übergriffig. Ach ja, du hast ja nur eben schnell das Paket rübergebracht … NEIN! Nein, man geht nicht einfach in anderer Leuts Wohnbereich! Man fragt zumindest vorher mal, sonst rufst du auch wegen jedem Fürzerchen an! Außerdem ist da – wie du weißt – seit einigen Tagen ein extrem verunsichertes vierbeiniges Wesen bei uns im Haus, das bei jedem neuen Ding höchst irritiert ist! Und weiß ich denn, wo du noch überall noch reingeguckt hast? Ich werde da richtig SAUER!

Äh nein, du braucht dich bei mir auch nicht über die ausufernde Arbeit am Wochenende beklagen. Du weißt genau, dass du von mir keine bedauernden Mitleidsbekundungen bekommst. Laß deine Kinder endlich los! Die sind beide weit jenseits der 30! Und wenn du deinem zweiten Sohn eben die Vorbereitungsarbeiten zur Geburtstagsfeier abnimmst, dann ist das deine Sache. Der ist  a) alt genug, selbst alles herzurichten und einzukaufen, was benötigt wird; b) alt genug, ein paar Tische und Sitzbänke und eine Grillvorrichtung aufzubauen; c) verheiratet, so dass auch die dort vorhandene Ehefrau ihren Teil dazu beitragen könnte; und d) sich nicht zu schade, eine Feier mit rund 20 Leuten in euren Garten zu verlagern und dir die Arbeit zu überlassen.
Aber es ist ja so schön, wenn man gebraucht wird und unentbehrlich ist, ne? Hoffentlich ist er wenigstens so anständig, dich zu fragen, was du an Geld für Essen, Fleisch, Getränke, Knabbergezeter undsoweiter ausgegeben hast.
(Abgesehen davon, dass ich euer Geschenk für ihn absolut daneben finde, weil – ne, alles hat irgendwo Grenzen …)

Hmpf, musste ich gerade mal loswerden. Ich bin sehr froh, dass der MannMitHut dem elterlichen Helikopter frühzeitig entkommen und ein sehr eigenständiger Mensch geworden ist. (Immer mal wieder versuchen sie es und wir lassen es nicht zu.) Ich verstehe auch die Position „einmal Eltern, immer Eltern“.  Aber ich weigere mich, das Ganze auch noch als „unabänderlich“ zu unterstützen. Hier stehen so viele gegensätzliche Handlungsweisen und Ansichten im Raum, dass mir dafür nur die Bezeichnung „Clash of Cultures“ einfällt und es besser ist, wenn ich auf Distanz gehe. Notfalls eben mit einer deutlichen Ansage.

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