So viel dann dazu

Tja, was ist denn in den letzten Wochen und Monaten eigentlich mit meinen Selbermachen-, Minimalismus- und Nachhaltigkeits-Ambitionen passiert? Oh je, da ist doch einiges verschütt gegangen. Das einzige, was noch wacker durchhält, ist die Weigerung, Dinge zu kaufen, die nicht allerunbedingtestens gebraucht werden. Aber sonst?

Der Esszimmertisch mit sechs Stühlen vom „Duftkerzenladen, der auch Möbel verkauft“ – acht Riesenkartons, die Einzelteile schön in Plastik verpackt.*

Das Vertiko, das ich unbedingt haben musste – zwei Riesenkartons.

Die unzähligen Kleinteile aus dem Baumarkt: Immer hübsch mit Plastikverpackung. Oder haben Sie schon einmal Klebehaken lose bekommen? – Nur so als Beispiel.

Diverse Bestellungen im Internetz: Plastik, Füllmaterial und Kartons. (Wozu um Himmels Willen muss man Bücher einschweißen??)

Und auch für den Wocheneinkauf hatte die Großstadt so ihre Vorteile: Wochenmarkt, Bioladen, alles in nächster Nähe. Da ist die Situation im 9.000-Seelen-Ort doch erheblich bescheidener. Zumal hier noch die althergebrachte Sitte gepflegt wird, mittags zwischen 12.00 Uhr und 15.00 Uhr  bzw. am Mittwoch Nachmittag die Läden zu schließen. Kann man sich darauf einrichten, ja – muss man aber erstmal verinnerlichen.

Die Nachhaltigkeits-Bilanz fällt also ganz schön schäbig aus. Zum Selbermachen komme ich zur Zeit auch nicht so recht (zählt Möbelaufbauen dazu?). Und statt dass der Besitz weniger wird, wird er aktuell immer mehr. Ich habe das Gefühl, noch nie so viel Müll produziert zu haben wie in den letzten Monaten.

Ach ja, noch so ein Punkt:
Blödes, bescheuertes Durcheinander! Die Abstellkammer sperre ich jetzt regelmäßig zu, damit kein Gast versehentlich da reinrennt. Stapelt man Dinge aufeinander und rennt dann dagegen, haben diese Dinge die Tendenz, der Schwerkraft zu folgen und – naja, Sie haben jetzt eh ein Bild im Kopf. Je mehr Platz man hat, desto mehr Orte gibt es auch, an denen sich Kleinkram aufhalten kann. Warum zum Beispiel liegen die 8er-Dübel nicht brav bei den ganzen anderen Dübel-Packungen im Keller, sondern einsam und allein in der Abstellkammer? Und wir hatten doch mal so viel Kleber?

Aufräumen, ja ja! Allerdings nicht bei 40 Grad Außentemperatur. Immerhin haben im Keller endlich der Gartensach- und der Putzsach-Schrank ihre Plätze gefunden. (Mission für den Mann Mit Hut: Sollte ich dringendundunbedingt neue Putztücher kaufen wollen, möge er mich bitte dezent in den Allerwertesten … Im Ernst, ich habe da eine Zeitlang echt gehamstert. Aber JETZT ist GENUG VORRAT DA! – Wenn er denn mal an einer Stelle zusammen ist. Außerdem ist die Wohnung das Haus ja noch nicht geputzt, nur weil der Putzlappenstapel schön anzuschauen ist!)

Wie kann sich Hab und Gut so ausbreiten? Oder andersherum: Wie hat das alles vorher in eine 70 qm-Wohnung gepasst??

Jetzt ist es ja nicht so, dass wir im größten Chaos hausen. Eine gewisse Grundordnung ist vorhanden, und nach wie vor gilt die Maxime: Alles gleich dahin zurück, wo es herkommt. Wir können Besuch ins Haus lassen, ohne dass ich in Panik oder Schamesröte ausbreche. Mich nervt das latente Unaufgeräumte, das Unfertige, das Provisorische. Das Nix-hat-seinen-festen-endgültigen-Platz. Das Unwohnliche.

*seufz*

By the way: Braucht jemand Inbus-Schlüssel? Ich habe jetzt MASSEN davon. Muss da echt in jeder Packung dasselbe Werkzeug dabei sein??

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