Monat: September 2015

Aufgeklaubt

Beim Wortmischer gesehen und mitgenommen. Nur wegen dem Oktoberfest der Wiesn natürlich!

1. – Münchener Oktoberfest? (Unbedingt! / Keinesfalls! / Was ist das?)

Habe ich über 20 Jahre lang jedes Jahr gehabt, die meisten Jahre davon in relativ direkter Wohn-Nachbarschaft (Westend, juchhe!). Nö, danke. Brauch i ned, und die Begleiterscheinungen auch nicht. Aber ich kann jetzt richtig doll Besoffene bloßstellen, die ihre Patschehändchen nicht unter Kontrolle haben!

2. – Haben Sie Ihren Volkswagen schon abgestoßen?

Ich bin mit einem Ausländer unterwegs. 🙂

3. – Erinnern Sie sich noch an das erste Musikstück, das Sie sich gekauft haben? (Vinyl, CD, Download?) Hören Sie sich das heute noch gerne an?

Das waren drei Singles (die kleinen schwarzen Vinylscheiben), die damals gerade aktuell waren. Ja, manchmal spielt mein Hirn sie inwendig ab.

4. – Spielen Sie ein Musikinstrument? Trauen Sie sich damit vor Zuhörer?

Nicht mehr. Beides.

5. – Im Preisausschreiben gewinnen Sie eine Penthauswohnung in Berlin, London, Paris, Prag oder Wien. Welche suchen Sie sich aus?

London. Oder Wien. In beiden Städten war ich immerhin schon mal. Paris wäre aber reizvoll.

6. – Bevor Sie den Löffel abgeben: Welches Ding müssen Sie vorher unbedingt noch gedreht haben?

Die entsprechenden Feierlichkeiten und Abläufe organisieren. Ja, ich habe eine sehr konkrete Vorstellung davon, wie und wo meine Beerdigung sein soll.

7. – Halb acht Uhr abends. Sie kommen völlig gerädert (aus der Arbeit) nach Hause. Was passiert, sobald der Mantel an der Garderobe hängt und die Schuhe in der Ecke stehen?

Ich begrüße das Katz und den Mann Mit Hut – oder umgekehrt? Dann aber direktemang in die Küche, weil ich habe Bärenhunger. Und wehe, ich muss dann erst selber noch was zaubern! Halb acht, also wirklich.

8. – Kochen Sie selbst? Was kommt auf den Tisch, wenn die leeren Teller schon nach einer Stunde im Geschirrspüler stehen müssen?

Isch ‚abe gar keine‘ Geschirrspüler. Etwas aus der Pfanne, Gemüse geht immer. Ich koche (ja, koche!) meistens Gerichte, die innerhalb von 20 Minuten bis 30 Minuten auf dem Tisch stehen. Am Wochenende darf es dafür länger dauern.

9. – Golf, Ski, oder Tennis? (Oder doch lieber die TV-Fernbedienung?)

Nix davon. Joggen. Seit neuestem auch ab und zu Schwimmen.

10. – Wir schreiben das Jahr 2025. Was ist für Sie die auffälligste Neuerung im Vergleich zu heute?

Die Kristallkugel ist leider gerade defekt.

11. – Sie packen Ihren eigenen Flüchtlingskoffer. Was muss da rein? (Fünf Dinge braucht der Mensch.)

– der persönliche Ordner mit den wichtigen Dokumenten
– Unterwäsche und Socken
– das aktuelle Tagebuch und ein Stift
– das, was Frau monatlich braucht
– die blöden Schilddrüsentabletten.

 

Angebersonntag

Aber sowas von! Erst schonkte man mir Röslein zum Wochenende:

Sonntag1

Dann Middoch:
Sonntag2

Monerla! Monerla, ey! Ich kann halt auch meine fränkischen Wurzeln nicht verleugnen.

Vollpower:

Sonntag3

Sonntag5

Sonntag4

Schicke Schürz, gell? 🙂
Raubtierfütterung:

Sonntag6

By the way: Sie wissen, woran man einen Franken erkennt, ja? Der kann jeden Tag Knödel essen, ohne dass ihm jemals davon schlecht wird … Anschließend kollektives Mittagsspazierengehenrollen:

Sonntag7

Neckar im Herbscht. Nicht zu leugnen *seufz*.

Dafür später: Kaffee und Kuchen Kuung!

Sonntag8

Sonntag9

Ich versuchte mich an einer Donauwelle.

Wie war das? „Papa, wenn ich mal groß bin, dann will ich auch Spießer werden!“ Joah, ich arbeite wohl dran.

Und zum Ausklang:

Sonntag10

Das reicht dann an Dekadenz auch wieder für einige Zeit!

Balkongedanken (3) – Von der Jugend

Mal wieder ein paar neue Häuser in Bloggerhausen besichtigt. Also neu im Sinne von „kannte ich noch nicht“, nicht von „neu gebaut“.
Nun ja, ich liebe Berufeblogs. Mir gefällt der Blick hinter die Kulissen, das Insiderwissen, die Sicht von drinnen nach draußen, quer durch alle Berufe.
Wenn Sie aber den Glauben an die Zukunft, speziell an die inländische Zukunft verlieren möchten, wenn Sie also unbedingt darauf bestehen – dann lesen Sie Lehrerblogs.

Nun ist es ja so, dass gerade beim Bloggen über den Beruf nicht die vielen schönen Begebenheiten aufgeschrieben werden, das wäre ja irgendwann fad. Oft sind es eben die negativen Erlebnisse, die das Bild prägen. Aber gerade bei Kindern vermittelt sich mir seit vielen Jahren ein Wandel, der mich stellenweise sehr schockiert und ratlos macht. Selber bin ich ja kein Elter, deshalb tue ich mir schwer, Ursachen und Zusammenhänge zu finden, die über das von mir „heiß geliebte“ Stammtischniveau hinausgehen. Also bitte, klären Sie mich auf: Wo ist der Knackpunkt in den letzten zwanzig, dreißig Jahren? Was sind Ursachen, Wirkungen, Auswirkungen und Nachwirkungen?

Ich grüble darüber nach, dass es doch nicht sein kann, dass die Kinder

– anscheinend nicht in der Lage sind, gesunden Menschenverstand zu entwickeln (Ballerinas sind „festes Schuhwerk“??)
– nach der Grundschule nicht in der Lage sind, einen Satz fehlerfrei zu schreiben, geschweige denn, einem Diktat zu folgen
– überhaupt einer Tätigkeit nicht länger als fünf Minuten Aufmerksamkeit widmen können (Lesen? Zuhören? Wassndas?)
– an den einfachsten Wörtern scheitern („Balkon“ – einen haben und das Wort dafür nicht kennen – ERNSTHAFT??)
– keine Zusammenhänge herstellen können
– offenbar die grundlegendsten Höflichkeitsregeln im menschlichen Miteinander nicht kennen
– sich untereinander unglaublich respektlos behandeln
– mit einer Selbstverständlichkeit auch gegenüber Erwachsenen – Eltern, Bekannten und Fremden – respektlos sind
– glauben, mit einer „Entertain me“-Einstellung durch das ganze Leben zu kommen
– dabei ein Aggressionspotenzial an den Tag legen, das mich schockiert
– keinerlei Empathie mehr entwickeln können
– niemand außer sich selbst als Autorität betrachten
– keinerlei Willen haben, irgendetwas zu erreichen.

Dass Kinder
– mit vier, fünf Jahren noch im Kinderwagen durch die Gegend gefahren werden
– ihren Eltern erzählen, was sie einzukaufen bzw. zu kaufen haben
– jeden Stein aus dem Weg geräumt bekommen
– für ihr Handeln keine Konsequenzen erfahren
– dafür aber eine Bequemlichkeit erleben, die jede Eigenverantwortung überflüssig macht
– und deshalb immer die Schuld am eigenen Scheitern, in welcher Hinsicht auch immer, bei anderen sehen.

Und das sind nur einige wenige Punkte, die mir gerade so spontan einfallen. Ich scheine also wirklich irgendwo aus der Zeit gefallen zu sein. Gibt es keine Normalität mehr, sondern nur noch Extreme? Wenn das allerdings die Normalität ist, weigere ich mich, sie gut zu finden.

Wo also ist in den Generationen vorher der Bruch? Denn die Kinder selbst können wenig dafür, sie sind ja auch nur das Produkt ihrer Umgebung.
Natürlich hat sich die Welt gewandelt, vor allem und ganz besonders in technischer Hinsicht. An diesem Punkt sind es wohl auch die Kinder, die ihren Eltern überlegen sind – weil sie das technische Know How nebenbei aufnehmen und nicht mühsam lernen müssen wie die Alten. Haben Sie mal Zweijährige beobachtet, die die typische „Wischgeste“ machen? Können wir also Erziehung heute noch mit der Erziehung von früher vergleichen? Auch als ich Kind war, war die Welt im (auch technischen) Umbruch. Quer durch alle Kulturen und Migrationshintergründe – sind Achtung und Respekt gegenüber Mitmenschen keine zeitgemäßen Werte mehr? Was also gibt das dann so in zwanzig bis dreißig Jahren?

Und mit all diesen Fragen und Grübeleien habe ich auch den kleinen Neffen im Sinn. Mich – ausgerechnet mich?! – bzw. den MannMitHut und mich haben mein Bruder und meine Schwägerin vor einiger Zeit schon gebeten, das Kind aufzunehmen, wenn ihnen was …. Sie wissen schon *seufz*. Das gibt nochmal wieder eigene Balkongedanken.

Bruchstücke

Der Nachbar-Innenhof von sehr viel früher. Mitsamt früherem Nachbar. Ich versuche mich an seinen Namen zu erinnern, aber der Nachname, der mir einfällt, stimmt nicht. Oh mei, dieser Innenhof und dieser Nachbarn war vor über 30 Jahren in meinem Leben – sehr andere Zeit, sehr anderer Ort. Wieso kommt das denn jetzt?

Räume – aha, mal wieder. Endlos viele, ziemlich dunkel. Wie immer. Fenster aufmachen, rausklettern – hey, cool, Flugtraum! Ich mag Flugträume. Keine Angst vor der Höhe, keine Angst abzustürzen. Ich muss es im Traum nur schaffen, einen höheren Startpunkt zu finden, da reicht schon ein Fenster im Erdgeschoss. Muss ich direkt vom Boden starten, wird das eher nichts.
Luzide Anwandlung – ich wiederhole die Flugszene im Traum, weil’s gar so schön war und ich sowas recht selten habe. Wie meistens bei meinen Flugträumen ist es im Traum Nacht.

Dass ich meine Träume beeinflussen kann, kommt nur selten vor. Noch seltener, vielleicht drei- oder viermal im Jahr (und das mag sich jetzt sehr gspinnert lesen) könnte ich eine Traumreise initiieren. Wenn es sich nicht so 70er/80er-esoterisch anhören würde, könnte man es auch Out Of Body nennen. Ich schlafe auf einer halbbewussten Ebene, höre das laute Dröhnen hinter mir und weiß, ich müsste mich nur hineinfallen lassen. Ich traue mich nicht. Da ist eine Sperre, eine Panik, die mich hochschrecken lässt – vielleicht die Angst, nicht mehr zurückzufinden.
Nunja, wie schon vor einigen Tagen bei der werten Frau Ziggenheimer festgestellt, es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als eure Schulweisheit sich träumen lässt.

Dann irgendetwas nicht so Angenehmes.

Dann eine Terrasse mit Kiesbett und überall Schnecken! Nacktschnecken und Häuserschnecken und anderes Kleingetier, das massenweise zwischen den Steinen herausgekrochen kommt. Nicht schlimm, aber halt bäh. Soo viele. Dazwischen das Katz, die auch nicht mehr weiß, wo sie hintreten soll. Seltsamerweise scheint das Getier zu einem einzigen bestimmten Punkt zu wollen. Der MannMitHut macht mich auf den Kasten an der Wand aufmerksam,  über dem blöderweise eine Jacke hängt. Das wäre der Infraschall, den könnte man ja mal einschalten, das würde das Getierzeugs vertreiben. Das übrigens inzwischen ganze Matten bildet und sich an mein Hosenbein hängt. Der MannMitHut lacht mich ein bißchen aus, weil ich mir so anstelle, befreit mich aber dann doch netterweise davon.

Aufwachen und innerlich kopfschüttelnd über Träume sinnieren. Fünf Minuten später geht der Wecker.

KRIEG ICH NOCH NEN KAFFEE, BITTE!?!?! Da wird man ja vom Aufschreiben plemplem.

Eigentlich

Eigentlich

– sollte hier ein neuer „Balkongedanken“-Eintrag stehen, der jetzt halbfertig bei den Entwürfen schlummert

– wollte ich schon längst  die Rubrik „Wochenschau“ wiederbelebt haben

– könnten hier Fotos von den Wochenendbegebenheiten zu sehen sein (Marmorkuchen!!)

– hätte ich mir längst angewöhnen können, die Kamera ständig in Griffweite zu haben

– stehen noch viel mehr müsste, sollte, isnochzumachen in der Warteschleife.

Hätte, hätte, Fahrradkette. Weil, dafür hätte ich besonders den letzten Freitag nutzen wollen. Stattdessen hielt es mein Körper für sinnvoll, mir die rote Karte zu zeigen und mich vom Platz zu schicken. Außer einer minimalen Anwesenheit in meinem Büro beschränkten sich meine Fußwege auf die Strecke zwischen Bett bzw. Couch und WC. Zudem signalisierte das Hirn „Not-Aus“, es liefen quasi nur noch die allernotwendigsten automatischen Abläufe, an Denken war nicht zu denken.

Nunja, seit gestern gehts nun wieder. Jetzt muss ich mich allerdings erst wieder neu motivieren, den häuslichen Schreibtisch abzuarbeiten.

Sie ist da!

Ich freue mich so, dass sie endlich bei mir eingezogen ist! Die Stricknadelrolle von der werten Frau Ringelmiez!

Das „auspack und freu“ musste leider einen Tag warten – akuter Krankheitsausbruch im Hause AnnJundMannMitHut, wir vermuten Magen-Darm-Virus.
Aber jetzt hat die StriNaRo ihren Dienst aufgenommen und sorgt für Ordnung und gute Laune! Ich hachze:

 

StriNaRo1 StriNaRo2 StriNaRo3 StriNaRo4 StriNaRo5 StriNaRo6 StriNaRo7 StriNaRo9

 

Wie das eben so ist mit Schachteln – es entsteht Unordnung und Sammelsurium (ach DA sind meine Perlendosen gelandet). Und  bevor ich auf das Nadel- und Seile-Schraubsystem umgestiegen bin (ich finds echt praktisch), hatten sich doch einige Rundis angesammelt. Und das sind noch nichtmal alle, denn etwa vier aktuelle Strickprojekte kuscheln auf Nadeln im Körbchen *seufz*.

Noch auf der Tu-Du-Liste: Fotos vom Nähzimmer und der heiligen Stoffsammlung (auch hier ein Dankeschön an Frau Ringelmiez für den Tipp mit den Comicpappen. Kleiner Zusatztipp vom Küken: Eine Packung mit 100 Stück reicht nie im Leben, nimm gleich zwei). Aber dafür muss erst noch der Berg Bügelwäsche weg und ein bißchen mehr Ordnung sein.