Bruchstücke

Der Nachbar-Innenhof von sehr viel früher. Mitsamt früherem Nachbar. Ich versuche mich an seinen Namen zu erinnern, aber der Nachname, der mir einfällt, stimmt nicht. Oh mei, dieser Innenhof und dieser Nachbarn war vor über 30 Jahren in meinem Leben – sehr andere Zeit, sehr anderer Ort. Wieso kommt das denn jetzt?

Räume – aha, mal wieder. Endlos viele, ziemlich dunkel. Wie immer. Fenster aufmachen, rausklettern – hey, cool, Flugtraum! Ich mag Flugträume. Keine Angst vor der Höhe, keine Angst abzustürzen. Ich muss es im Traum nur schaffen, einen höheren Startpunkt zu finden, da reicht schon ein Fenster im Erdgeschoss. Muss ich direkt vom Boden starten, wird das eher nichts.
Luzide Anwandlung – ich wiederhole die Flugszene im Traum, weil’s gar so schön war und ich sowas recht selten habe. Wie meistens bei meinen Flugträumen ist es im Traum Nacht.

Dass ich meine Träume beeinflussen kann, kommt nur selten vor. Noch seltener, vielleicht drei- oder viermal im Jahr (und das mag sich jetzt sehr gspinnert lesen) könnte ich eine Traumreise initiieren. Wenn es sich nicht so 70er/80er-esoterisch anhören würde, könnte man es auch Out Of Body nennen. Ich schlafe auf einer halbbewussten Ebene, höre das laute Dröhnen hinter mir und weiß, ich müsste mich nur hineinfallen lassen. Ich traue mich nicht. Da ist eine Sperre, eine Panik, die mich hochschrecken lässt – vielleicht die Angst, nicht mehr zurückzufinden.
Nunja, wie schon vor einigen Tagen bei der werten Frau Ziggenheimer festgestellt, es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als eure Schulweisheit sich träumen lässt.

Dann irgendetwas nicht so Angenehmes.

Dann eine Terrasse mit Kiesbett und überall Schnecken! Nacktschnecken und Häuserschnecken und anderes Kleingetier, das massenweise zwischen den Steinen herausgekrochen kommt. Nicht schlimm, aber halt bäh. Soo viele. Dazwischen das Katz, die auch nicht mehr weiß, wo sie hintreten soll. Seltsamerweise scheint das Getier zu einem einzigen bestimmten Punkt zu wollen. Der MannMitHut macht mich auf den Kasten an der Wand aufmerksam,  über dem blöderweise eine Jacke hängt. Das wäre der Infraschall, den könnte man ja mal einschalten, das würde das Getierzeugs vertreiben. Das übrigens inzwischen ganze Matten bildet und sich an mein Hosenbein hängt. Der MannMitHut lacht mich ein bißchen aus, weil ich mir so anstelle, befreit mich aber dann doch netterweise davon.

Aufwachen und innerlich kopfschüttelnd über Träume sinnieren. Fünf Minuten später geht der Wecker.

KRIEG ICH NOCH NEN KAFFEE, BITTE!?!?! Da wird man ja vom Aufschreiben plemplem.

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