Monat: Dezember 2015

Endzeitstimmung – Edition 2015

Jahresrückblicke allerorten … So ein richtiger Buddy war 2015 wohl für niemanden. Zumindest liest es sich in Bloggerhausen so.
Ich weiß nicht, wie ich dieses Jahr bewerten soll. Es war auf jeden Fall ein Umbruch-Jahr: Ein Großumzug, ein Haus, eine neue Umgebung, eine eigene Arbeit. Doch, schon ein starkes Jahr, aber so gemischt mit Selbstzweifeln und Niedergeschlagenheit. Immer wieder das Gefühl „es wird zuviel, ich schaffe das nicht“. Trotzdem weitergemacht und zum Jahresende hin doch noch eine gute Kurve gekriegt.

Na, dann gugge mer mol:

Zugenommen oder abgenommen?
Von einem zum anderen. Bei Frust wird es mehr, bei Streß wird es weniger, das Gewicht.

Haare länger oder kürzer?
Die haben wohl ihre Endlänge erreicht und wachsen jetzt nicht mehr weiter. Und nein, kürzer gibt es nicht!

Mehr Geld ausgegeben oder weniger?
*pruuust* Selbständig gemacht, Büro renoviert und eingerichtet, Großumzug, Haus bewohnbar gemacht – na, was glauben Sie?

Mehr bewegt oder weniger?
Ou – erwischt! Ich habe einfach keine Struktur reingebracht. Ich werde wohl doch wieder morgens um halb sechs laufen gehen.

Der hirnrissigste Plan?
Gab des dieses Jahr keinen …. mir fällt echt keiner ein.

Die gefährlichste Unternehmung?
Auf einem zwar standsicheren, aber hohen Gerüst drei Meter hohe Wände streichen? Könnte sein.

Die teuerste Anschaffung?
Steht im Keller bzw. auf dem Dach und macht Zimmer und Wasser warm. Hei-de-Welt, DAS war teuer. „Mei scheens Geld!“

Das leckerste Essen?
Ich glaube, das Hirschgulasch zu Weihnachten.

Film/Buch/CD?
Auch 2015 nicht mein Metier.

Das beste Konzert?
Es waren wenige Konzerte in diesem Jahr. In Extremo auf der Lorelei fielen so dermaßen ins Regenwasser, dass es wenig Spaß gemacht hat. Aber Versengold und Saltatio Mortis auf dem Mittelaltermarkt in Speyer, ja doch, das war lustig.

Die meiste Zeit verbracht mit?
Rumsitzen.

Die schönste Zeit verbracht mit?
Auch in diesem Jahr: Mit dem MannMitHut!
Und mit Handarbeiten.

2015 zum ersten Mal getan?
Selbständig gemacht – zählt das? Einen Großumzug über 400 km gewuppt. Einen völlig verwilderten Garten nutzbar gemacht. Ein Ehrenamt aufgenommen.

2015 nach langer Zeit wieder getan?
Katzen aus dem Tierheim geholt.

Drei Dinge, auf die du hättest verzichten können?
Überschwemmung von oben, unvorhergesehene Ausgaben, Beerdigungen.

Die wichtigste Sache, von der dich jemand überzeugen wollte?
„Sie können bei uns auf der Station so viel Gutes bewirken!“ – Verdammt, die hatten Recht!

Das schönste Geschenk, dass dir jemand gemacht hat?
Jetzt werde ich fast rot, aber: Eine Jahreskarte für den Luisenpark. Ich hab mich so gefreut!

Der schönste Satz, den dir jemand gesagt hat?
Nicht mit Worten, nein – aber mit den Augen. Der Satz, den jede Frau gerne von ihrem Mann hört.

Das vorherrschende Gefühl 2015?
„SEID IHR EIGENTLICH NOCH GANZ KNUSPER??“

2015 war mit einem Wort?
Achterbahnfahrt.

 

2. Die interessanteren Fragen:

Auf der Skala von 1 bis 6 – wie war das Jahr?
Es tendierte zwischen 2 und 3.

Der beste Sex?
Ou … wenn ich den Kopf mal abschalte.

Der beste Drink?
Selbstgemixter Winter Jack vom Mann mit Hut – köntschmichreinsetzen!

Das beste Lied?
Versengold – Hoch die Krüge
(Hoch die Krüge in die Runde
Spül die Lüge aus dem Munde
Dass Du das Leben nehmen musst wie es ist!
Hoch die Krüge und im Bunde
Feiern wir die frohe Kunde
Das Leben muss Dich nämlich nehmen – nehmen wie Du bist!)

Butter bei die Fische – beichte deine Sünden in diesem Jahr!
Ich war so brav heuer – isch schwör, ey!
(Was da im Hintergrund laut loslacht, ist die Pro … Pro … Aufschieberitis.)

Und was hast du gelernt in diesem Jahr?
Es geht immer irgendwie weiter! Alles hat seinen Sinn im Leben!
Und: Demut vor dem Leben.

Was hast du über dich selbst gelernt?
Ich kann arbeiten wie ein Ackergaul. Aber ich muss meine körperlichen Grenzen beachten. Ich bin keine zwanzig mehr.

Worüber hast du gelacht?
Über so viele Tweets und über trockene Sprüche vom MannMitHut.

Wer oder was hat dich inspiriert?
Wie im letzten Jahr auch: Sehr viele Blogger. Ich mag Bloggerhausen.
Aber auch die alten Leutchen, die ich ehrenamtlich besuche. So viele tolle Lebensläufe.

Was hat dich überrascht?
Ähem … zahlende Kunden. Ich war sooo skeptisch.

Wovon darf das nächste Jahr mehr haben?
Arbeit, also Broterwerb. Gartenarbeit (aber das ist keine Arbeit, sondern Erholung). Und vor allem: Zeit mit dem MannMitHut.

Und was kann wegbleiben?
Ich wiederhole mich aus dem letzten Jahr: Unzuverlässige Menschen. Weltgeschehen mit Kriegen und Katastrophen. Politische Inkompetenz.

Das Jahr wäre nicht vollständig gewesen ohne was?
Man glaubt es ja nicht, ne? Es ist Dezember! Ich VERMISSE: Eine STRICKNADEL (nu kann ich die Mütze nicht weiterstricken, damn!) und einen ganz bestimmten KASSENZETTEL!

 

3. Die tiefsinnige Variante:

Du hast die Möglichkeit, zu deinem 10jährigen Ich zurückzureisen. Was sagst du ihm über das Jahr 2015?
Ach Gottchen, Kleines! 2015 hast Du viele Pläne umgesetzt und viel erreicht. Du hast alle Grenzen verschoben, die Dir jetzt so arg eingetrichtert werden. Auch wenn Dir alle Welt jetzt noch einreden will, dass Du nichts kannst – spätestens 2015 lachst Du zuletzt. Nur hat alles im Leben seinen Preis: Du wirst gefühlsmäßig extreme Achterbahnfahrten aushalten müssen.

2015 war?
Irritierend, zu kurz, zu Rennstrecken-mäßig.

2016 wird?
Ich wage diesmal keine Prognose ….

Es flattert schon,

das blaue Band …

Heute früh um sieben lief ich durch das noch „zwischen-den-Jahren“-ruhige Dorf  und begegnete dem Frühling.
Ich hörte ihn (jubilierende Amseln),
ich spürte ihn (die dicke Jacke war definitiv zu warm),
ich roch ihn (in einigen Vorgärten blüht es und von der Erde steigt dieser tolle warme Geruch auf).

Wenn es jetzt noch geruhen würde, morgens wieder hell zu sein, bittedanke?
Ich mag diese elende Dunkelheit nicht. Morgens dunkel, abends dunkel – das ist nichts für mich.

Weihnachten und so

Wir hatten die Feiertage schön:

Weih1 Weih2

Heiligabend sehr traditionell mit Forelle aus dem Ofen (in Alufolie gegart); der MannMitHut wünschte sich Pü dazu.

Weih4

Das Ergebnis der Backorgie. Dieses Jahr habe ich mir die Kuvertüre-Verzierungen gespart. (Ne, ganz ehrlich: ich hab’s dezent vergessen.)

Weih3

Zweiter Weihnachtsfeiertag: Ebenso traditionell: Hirschgulasch mit SemmelNKnödelN und Blaukraut. Moah, wat lecker!

Dazwischen: Erster Weihnachtsfeiertag bei den Schwiegers, die ganze Familie als Kontrastprogramm …
(„I think we’ll have Sherry now, with the soup!“)

Und das schönste Weihnachtsgeschenk? Freitag morgens, als die beiden Diven Katzendamen etwa 15 Sekunden lang friedlich nebeneinander gefressen haben. *HACHZ* – es könnte vielleicht doch noch alles gut werden.

Katzencontent

Entschuldigung – aber sie können halt auch süß!

Leider alles Hanti-Fotos, weil eben aufspringen und Fotoapparat holen isnich …

MickyNeu

MickyNeu3a

Nicht weglaufen, während ich hier schlafe, ja?
Katzenknäuel …

 

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Hier bin ich Katz‘, hier darf ich’s sein!

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Die schläft doch nicht wirklich auf meinem … doch, tut sie!

 

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So muss das: Sonntag, Strickzeug, Katze aufm Schoß, Sonne im Fenster und Tee dazu!

(Aus der Reihe: AnnJ in Schlumperklamotten. Ach kommen Sie, Sie laufen doch zuhause auch nicht im feinen Zwirn, oder? 😉 )

 

Das M der Tigerkatzen

Eine kleine Weihnachtsgeschichte.
(Von mir aus dem Gedächtnis wiedergegeben. Ich habe sie vor langer Zeit irgendwo gelesen, aber keine Quelle dazu.)

Maria hatte ihren Sohn Jesus in die Krippe gelegt, in der Hoffnung, er würde einschlafen und sie selbst fände ein bisschen Ruhe und Erholung. Doch Jesus war unruhig und quengelig, er fühlte sich nicht wohl, ihm war kalt, das Heu piekste, und überhaupt war er so gar nicht angetan von der Ungemütlichkeit, die ihn umgab. Er greinte und ballte die Fäustchen und strampelte und tat seinen Unmut kund. Maria war erschöpft und hatte keine Kraft, ihrem Sohn Nähe und Wärme zu bieten.

Gut versteckt im Stroh beobachtete eine kleine getigerte Katze das Geschehen. Eigentlich war sie nur in den Stall gekommen, um sich ein, zwei Mäuse zum Abendessen zu fangen. Bei der Unruhe ringsum waren aber sowieso alle Mäuse getürmt. Also setzte sie sich hin, überlegte, putzte mit der Pfote über ihr Näschen, überlegte wieder. Das Weinen rührte sie, so ging sie hin und sprang auf die Krippe. Sie besah sich den kleinen Jesus, dann stieg sie vorsichtig in das Heu und tretelte es sich zurecht. Ganz eng kuschelte sie sich an das Baby und fing an zu schnurren, erst leise, dann immer lauter und wohliger.
Als Jesus die Wärme der Katze spürte und das Schnurren hörte, beruhigte er sich, und es dauerte nicht lange, da war er eingeschlafen.

Maria begann ganz vorsichtig, die Katze zwischen den Ohren zu kraulen, dankbar für die Unterstützung. Wo aber Marias Hand die kleine getigerte Katze berührte, hinterließ sie ein Zeichen ihres Segens. Seither dürfen deshalb alle getigerten Katzen ein M auf der Stirn tragen.

Ich wünsche allseits ruhige und besinnliche Weihnachtstage!

 

Gedankengänge

Eine lange, lose Sammlung von Gedankengängen … sorry for that, mir schwirrt’s grad.

Es ist wohl wieder Dezember, wenn sich der Anfang eines bestimmten Liedes in meinem Kopf festsetzt. Nemesis. Nicht mehr ganz so schlimm wie in den letzten Jahren, ich bin ja auch 400 km vom Ort des Geschehens weg und ziemlich beschäftigt. Oder kommt das noch?

Seufz. Weihnachten doch nicht mit meiner eigenen Küche. Die lagert halt immer noch im Keller. Weil es nämlich mit „einfach mal aufstellen“ nicht getan ist. Wenn ich DA anfange, dann: *erst muss die linke Seite raus, dann muss die Wand verputzt und gestrichen werden, dann soll der Kühlschrank dahin, aber vorher muss der Fußboden neu, unterm Fenster müssen die Fliesen ab, Fliesenmörtel abmachen, auch neu verputzen, wenn die andere Seite rauskommt, wohin stell ich den ganzen Krams eigentlich, und ausräumen ist ja ganz vorher auch noch dran, also bei der anderen Seite müssen erst die Fliesen geschrubbt und dann überklebt werden – halt ne, vorher die Fugen weißen, dann Wand streichen, die Decke muss auch gestrichen …, welche Farbe überhaupt, dann Fußboden komplett, welche Fußbodenfliesen eigentlich …, ach so, wir brauchen einen neuen Unterschrank, das Küchenprogramm gibts nicht mehr, Türe zum Möbelhaus mitnehmen, was ähnliches ordern, wie breit kann der neue Unterschrank eigentlich sein, wie krieg ich eine 3 m Arbeitsplatte transportiert, und krieg ich unsere Freunde für den End-Einbau organisiert?*
Ja, mir ist jetzt auch schwindelig. Und das ist nur-die-Küche!

Trotzdem werden weiter Plätzchen gebacken! Mitleidige Blicke und tröstendes *oooooochpattpatt* vom MannMitHut, wenn ich mir ständig das Hirn – ach, Sie wissen schon. Sie können mein Genörgel über die Dunstabzugshaube eh schon mitsingen.

War das tatsächlich früher auch schon so? Ich habe es nie so extrem mitbekommen. (Klein-AnnJ dagegen hatte dringende Empfehlung aufs Gymnasium und durfte nicht. Weil das kleine Mädchen nun mal nicht schlauer als die Eltern oder die Brüder zu sein hat. Für die hat die Hauptschule doch auch gereicht. Unbekanntes Terrain, wo kämen wir denn da hin. Und was sollen die Leute sagen.) Dazu passt dann auch die kürzlich gesehene Doku über Handwerksbetriebe und ihre verzweifelte Suche nach Auszubildenden. Auch da kam zur Sprache, dass es unter einem Realschulabschluss gar nicht mehr geht. Andererseits läge auch sehr viel in der Person desjenigen, der gerne eine Lehrstelle hätte. Unpünktlichkeit, Unzuverlässigkeit, chillige Einstellung – das ist alles nicht im Schulabschluss begründet. Und: Handwerksberuf – ist doch voll uncool! (Oh wie sehr ich das gerade NICHT finde!)
Und eine der jüngeren 37 Grad-Dokus im Zweiten – eine Elfjährige mit dem straffen Zeitplan einer Managerin? Hallo, gehts noch? Ich verstehe auch, dass Eltern das beste für ihre Kinder wollen. Wie würde ich denn als Elter handeln, so ich eins wäre?

Ach ja, da waren doch mal einige Blogposts im Entwürfe-Ordner …

Pläne sind eh für den Allerwertesten – also gab es halt nur ein Familien-Atzventz-Kaffee und Kuchen.
DA reichen dann auch die Tasssen und Teller, und ich muss mir nicht für 7 Leute und 3/7 Mäkelesser ein Abendessen ausdenken. Aber einmal im Jahr ist auch genug, ich bin heute noch fix und alle.
Und kurz vor dem Landeanflug der Familie noch feststellen, dass a) keine Tischdecke groß genug ist und b) die verd**en Kuchengabeln nicht reichen! Zum Glück habe ich den MannMitHut, der dann schon mal ordnend eingreift und „alles wird gut“ sagt.

Adventsputz ist auch noch nicht durch! Die FENSTER! Die FUSSBÖDEN! Die SCHRÄNKE!
Dabei wollte ich doch eigentlich Weihnachten ausfallen lassen! (Außer die Plätzchen. Plätzchen müssen sein!) Ich bin doch diejenige, die sich immer darüber mokiert, dass die Menschheit Weihnachten exzessiv zelebriert, es aber mit der Religion so gar nicht hat? Immer wieder schön: „Was sollen wir dir denn zu Weihnachten schenken?  – Nix! – Wie nix?! – Ihr wisst doch, dass ich kein Weihnachten feier? Keine Kirche, keine Religion, keine Weihnachtsgeschenke, ganz einfach. Ich freue mich, wenn wir Zeit miteinander verbringen! – Ähm, öhm, achso, aber ein bißchen was? – KEIN PLASTIK und kein Verpackungsmüll! Damn!“ Wobei ich das letzte Wort dann nur in Gedanken spreche.

Wann habe ich eigentlich mein Nähzimmer zuletzt von innen gesehen außer zum Bügeln?
BÜGELN? Ach Mist, die WÄSCHE!

Und komme ich auch mal mit der ToDo-Liste für die Arbeit zu Potte?

In die alte Heimat müssen ein paar Weihnachtspäckchen los! Vorher aber noch den Päckcheninhalt besorgen (zum Glück ist die Frage nach dem Was schon beantwortet)!

Der Garten muss auch noch gepflegt und gehätschelt werden – bevor Schnee liegt! (Ich hätte doch nochmal Rasen mähen sollen …)

Und das Thema ist auch noch so eins. Hier bin ich für fundierten Input ja sehr dankbar, aber den Feedreader nachlesen und das Hintergrundwissen zu einer eigenen Meinung zimmern …

Dann ist da noch die Sache mit dem Geld. Also, mit dem Geld, das nächstes Jahr so ausgegeben werden muss. Und der – ich hasse dieses Wort – Budgetplanung dazu. Aber wenn ich das nicht alles aufschreibe, dann kommen die Zahlungen immer so überraschend. Also hinsetzen, planen. Und mit dem Geld ein bisschen aufmerksamer umgehen. So schön es ist, dass der MannMitHut dann bald HausBaustellenbesitzer ist, aber so ein Haus ist etwas anderes als eine Mietwohnung. Anderseits: Äh? Eigenheim? Ich? Kommt mir immer noch unwirklich vor. Aber: Besitz verpflichtet.
Heute dafür – zugegeben sehr liebenswürdige und kompetente – Telefonate geführt, damit wir nicht doch plötzlich ohne Strom und ohne Heizung dasitzen.

Und ich wundere mich, dass ich nachts um drei wach und grübelnd im Bett liege …