Gut gemacht!

Doch, ich finde schon, dass ich das gut gemacht habe. Es ist nämlich gar nicht so einfach, ein Geschenk von jemandem zurückzuweisen, der es doch nur gut meint – weil es den eigenen Prinzipien zuwiderlaufen würde. Reich-Ranicki hätte gesagt: Ich nehme dieses Plastikverpackungsmüll-Ostergeschenk nicht an!

Glauben Sie mir, es ist mir wirklich nicht leichtgefallen. In der Sache ja, aber nicht gegenüber der Person. Aber warum soll ich ein Geschenk mit nach Hause nehmen, das a) zu 50 % aus reiner Verpackung besteht, die entsorgt werden muss (mal abgesehen von der Herstellung, eigenes Kapitel) und b) die billigste Schokolade beinhaltet, die zu solchen Saisonzeiten angeboten wird (Masse statt Klasse)? Ich will das nicht essen, ich will es nicht auf den Hüften haben, ich will das nicht entsorgen müssen! Ich will schon gar nicht die Produktion von sowas unterstützen.

„Ja, aber in irgendetwas muss der Schokohase doch verpackt sein? Andere sind halt in Alufolie?!“
Schon, aber wer sagt denn, dass das das (Hä? Stimmt hoffentlich so.) einzige Geschenk ist, das man an Ostern machen kann? Es gibt hundert Möglichkeiten von Selbstgebackenem (es gab ja schließlich auch Kuchen und gemeinsame Kaffeezeit, das reicht mir auch) bis zu Nähkrams.
Aber weil man das „halt immer schon so gemacht hat“ und weil nicht sein kann, was nicht sein darf, wird es eben trotzdem versucht. Obwohl meine Anti-Haltung bei dem Thema durchaus gut bekannt ist.

Nö, nicht mehr mit mir.

Advertisements

2 Kommentare

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s