Am Limit

Eigentlich sollte hier längst ein Beitrag stehen über die Pointen, die unser Waschmaschinen-Malheur so ausgelöst hat. Nein, mir ist nicht danach. Der MannMitHut und ich laufen gerade seelisch dermaßen am Limit, dass uns so gar nicht nach Spaßigem ist.

Die letzten Monate waren sowieso schon so energieraubend. Ständig irgendwelche neue kleine bis mittlere Fronten, die neuen Einsatz, neue Pläne, neues Durchdenken, neues Geld gebraucht haben. Jetzt zieht der Brand im Waschkeller eine Kettenreaktion nach sich, die mich nur noch niedergeschlagen und mutlos macht. Nicht nur, dass wir alle vier Kellerräume KOMPLETT leerräumen müssen, damit die Sanierungsfirma ihre Arbeit machen kann. Nein, das ganze Treppenhaus über alle vier Stockwerke muss bearbeitet werden, und als Krönung auch noch das Dachgeschoss. Da würden noch nichtmal Siemens-Lufthaken etwas nützen, denn aller Krams muss aus den Zimmern RAUS.  Sämtliche Isolierungen und Stromkabel im Keller müssen auch neu. Ich weiß nicht mehr, wo ich eigentlich zuerst hinfassen soll. Immer wieder kommt mir etwas unter, was eigentlich in die Waschmaschine sollte. Nun habe ich aber im Moment keine, und das Teil wandert … ja, wohin denn damit? Ich mag ja nun auch nicht mit jeder Wolldecke und mit jedem Lappen, die/der etwas abbekommen hat, zur Schwiegerschen Waschmaschine tapern.

Schön auch, wenn Sie hier irgendetwas zu entsorgen haben, sperrige Sachen oder mal ein paar Bretter oder drei Kübel Grünschnitt oder so … der nächste Wertstoffhof hat zu (da hats auch gebrannt, haha), und bis zum dann nächsten sind es nunmal 30 km. Sie melden auch nicht ein paar Bretter bei der Müllabfuhr an … aber wohin dann in der Zwischenzeit mit dem Zeug?

Ach ja, unser Auto macht jetzt auch noch eine neue Baustelle auf. Wenn wir Glück haben, nur 400 Euros. Mit weniger Glück 1.000 Euros. Noch mehr Pech: Neues Getriebe. Aber doch nicht für ein 14 Jahre altes Auto. Nur: Ein neues Auto können wir uns aktuell auch nicht leisten. Tja, was nun tun?

Mittlerweile bin ich so weit, zu meiner Ärztin zu gehen und um die Unterstützung durch die Pharmaindustrie zu bitten, denn: So antriebslos, so überfordert, so gelähmt kenne ich mich nicht. Und das ist eben nicht erst seit 14 Tagen so.

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4 Kommentare

  1. @Auto: Genau diese Entscheidung wurde uns kürzlich abgenommen. Unser Auto wurde gewissermaßen der „Sandwichbelag“ und nachfolgend ein Totalschaden. Und der Mann bei der Gelegenheit gleich ein paar Mal geröntgt und geschallt. Sicherheitshalber. Kleiner Check-up, quasi. Nur gut, dass wir vorher nicht noch die Kupplung haben machen lassen…die war sowas von fällig. 😉

    Wünsche gute Nerven. Also eher Drahtseile… 😉

    1. Liebe Anna, danke, Nerven kann ich jetzt echt gerade gut gebrauchen. Es fällt sowas von schwer, sich zu motivieren, wenn ü-ber-haupt kein Ende abzusehen ist …

  2. Sieh an: In der Blognachbarschaft läuft es also gerade auch nicht besser als bei mir. – Mein Beileid von Herzen.
    Aber sicher kommen auch wieder bessere Zeiten; bei Dir und bei mir. Ganz gewiss!

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