Aus Gründen!

Eigentlich lebe ich ja nach dem Motto: Ich muss mich und meine Ansichten/Lebensweisen nicht rechtfertigen, ich bin niemandem (außer vielleicht mir selbst) Erklärungen schuldig.

Das funktioniert auch recht gut, so lange die Sprache nicht auf ein bestimmtes Thema kommt: Kinder. Nicht zu glauben, dass die einfache Frage „Warum habt ihr denn keine Kinder?“ bei mir einen dermaßenen Rechtfertigungs-Zugzwang und Defensiv-Modus auslöst … Statt einfach zu sagen „Aus Gründen!“, werde ich stammelig und innerlich ganz klein, bringe diesen und jenen Grund und sellen auch noch und außerdem und so … Mich hat das letztens im nachhinein tierisch geärgert, dass ich wieder in dieser Falle saß und mein Selbstbewusstsein so absolut abgelegt hatte.

Ich mein, jeder der einzelnen Gründe, die ich habe, sind für sich genommen und insgesamt durchaus auch wirkliche GRÜNDE – die natürlich auch entsprechend bekräftigt oder entkräftet werden könnten -, aber letztendlich muss ich doch meine Entscheidung gegen Kinder doch nicht verteidigen?
Seltsamerweise funktioniert das in vielen anderen Bereichen richtig gut.

Wenn ich das bittedanke doch auch noch lernen könnte? Beim nächsten KinderJaNein-Kreuzverhör einfach sagen: AUS GRÜNDEN!

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2 Kommentare

  1. Aus Gründen meide ich bestimmte Gesprächsthemen. Die besten Antworten fallen mir immer erst hinterher ein. Vielleicht besser so. Manche der Antworten wären Kriegserklärungen. 😉

    1. Kriegserklärungen – schöner Vergleich. 🙂

      Jau, ich hätte das Thema auch nicht ins Gespräch gebracht – es wurde mir quasi hingeworfen …

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