Ich hab ne Neue!

Zuwachs im Nähmaschinenpark, jawohl!
Wer nichts mit Nähnerd-Kram anfangen kann, muss jetzt hier nicht weiterlesen. Die anderen werden meinen Freudentanz verstehen. 🙂

Denn ich habe mir den ultimativen und puren Luxus einer Overlock-Nähmaschine gegönnt:

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Und ich mag sie jetzt schon sehr!
Nach vielen Recherchen und gründlichen Überlegungen – warum gerade die Gritzner 788?
1. Sie hat einen Differentialtransport, der bei flutschigen und dehnbaren Stoffen echt Gold wert ist.
2. Sie hat einen Freiarm.
3. Das Einfädeln ist keine Raketenwissenschaft, wenn auch nicht so einfach wie bei einer normalen Nähmaschine.
4. Sie bringt einen Schwung Zubehör und fünf Sonder-Nähfüße mit.
5. Sie ist relativ leise und bleibt mit ihren Saugnapf-Füßen ordentlich auf dem Tisch stehen.
6. Die Anleitung ist okay, im Prinzip gilt aber: Auspacken und losnähen.
7. Einige von mir geschätzte Näherinnen, die Brot und Butter damit verdienen, nähen mit dieser Maschine, zum Beispiel die Frau Ringelmiez.
8. Der Preis! Hier stimmt einfach das Preis-Leistungs-Verhältnis. Ich brauche ja keine Hochleistungsmaschine, sondern was für den soliden Hausgebrauch.

Und weil es mein Zimmer ist und ich da sehr gerne vor mich hinwerkele, hier noch ein paar Fotos. (Nochmal: Achtung, Nerdkram!)

Die Ahnenecke:

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Sie sehen hier die uralte (1918?), höllisch schwere (Gusseisen!) Nähmaschine von Omma E. (der Oma vom MannMitHut), die damit durchaus ihre kleine Familie über die Runden gebracht hat. Auf dem Regalbrett darüber die alte Singer-Nähmaschine meiner Mutter, auf der ich irgendwann meine ersten Näh-Gehversuche unternommen habe. Rechts ein Familienerbstück, das einer meiner Urgroßväter persönlich gemalt hat. Ich mag das Birkenwäldchen immer noch.
Ich bin auch sehr glücklich, dass die Schätze hier ein neues Zuhause haben.Und wenn ich dann auf der anderen Seite des Zimmers vor mich hinnähe und herzhaft fluche ob der aufzutrennenden Naht oder des Drecks…. – Sie wissen schon, dann höre ich sie durchaus lachen und spotten, die Omma E. (gelernte Schneiderin) und die Mama (äußerst versierte Hobbyschneiderin). Es passiert schon mal, dass ich mich dann umdrehe und sage: Ich kann Euch hören! Aber hauptsächlich spüre ich ihre positive und wohlwollende Energie.

Die kreative Ecke:

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Links die Neue, rechts meine Pfaff Hobby 1132, ebenfalls für den soliden Hausgebrauch.
Darüber mein kleiner Handwerkerstolz, die Aufbewahrung für die Nähgarnrollen. Ich sehe so auf Anhieb die Farbenauswahl, mit Glück hängt auch schon die farblich passende Spule darunter. Für die Scheren ebenfalls sehr praktisch, da griffbereit und trotzdem aus dem Weg. Drumherum meine Lieblingspostkarten und der allerbeste Pattydoo-Spruch: Jeden Tag eine gute Naht! 🙂
Nunja, eigentlich müsste das Ganze nochmal ab und ordentlich fertig gebaut werden – aber Provisorien halten sich eben lange.
Die Holzstange rechts im Bild sollte ursprünglich mal alle Bänderrollen aufnehmen, kommt aber wohl nicht zum Einsatz. Links andeutungsweise mein Bücherregal. (Naja, den Wasserbecher fürs Bügeleisen-Wasser hätte ich vor dem Fotografieren wegräumen können.) Auf dem Tisch (ein Micke vom Blaugelben) mein aktuelles Projekt, eine Hexmex-Geldbörse.

Auf der anderen Seite – die Vorratsecke:

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Es ist tatsächlich schon einiges an Stoffen verarbeitet (da hats Lücken!), trotzdem ist noch jede Menge da. Links die Baumwoll-, Jersey- und Möbelstoffe, darunter Sammelsurium, für das ich noch keine sinnvolle Aufbewahrung gefunden habe. In der blauen „Schatzkiste“ – ähm, ja, UFOs …

Rechts die Stoffe, die eigentlich Tanzkostüme werden sollen. Ganz oben links die Chiffons (flutschflutsch), rechts die richtig teuren Spitzen- und Folienstoffe. Dazwischen reingewurschtelt Vlies und Füllwatte. Darunter drei Regalmeter mit elastischen Stoffen, hauptsächlich vom Restetisch (auch dafür vermisse ich München …). Unten liegenderweise die Pannesamt-Meterwaren. Es sind auch einige gleiche Stoffe in verschiedenen Farben für Gruppenkostüme da.

Eins hab ich noch:

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Damit das kreative Chaos auch zu sehen ist … Auf dem Boden: zwei aktuelle Nähsachen (eine allein reicht ja nicht, Sie machen doch auch immer drei, vier, fünf Sachen gleichzeitig, oder, ODER?) Im braunen Regal mein Wollvorrat, der wohl auch für fünf Jahre reicht.
Leider passt in das kleine Zimmer kein Tisch mehr zum Zuschneiden – dafür muss ich ins Dachgeschoss, wo ein Schreibtisch zweckentfremdet wird.

Ich MAG dieses Zimmer, leider fehlt mir die Zeit, mich dort öfter und länger auszutoben.

 

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