Monat: Oktober 2016

Was sich so tut

Wie immer, wenn es in einem Blog ruhig wird, tobt im richtigen Leben selbiges. Auch hier rennen die Tage gefühlt mit Highspeed davon, reiht sich ein TunMachenMussnochSollnoch ans andere, starren DINGE mich anklagend an, die gerne wohlversorgt wären.

Ich fürchte, mein Körper hat ein bisschen die Notbremse gezogen – nach dem Motto: Wenn Du mich nicht schonst, stell ich mich eben selbst auf Aus. Vielleicht waren die letzten eineinhalb Jahre wirklich zu viel, ich weiß es nicht. Aktuell ist jedenfalls das vorherrschende Gefühl wahlweise „Ich will zurück in Mamis Bauch!“ oder „Mir reichts, machts euch alleene!“ Alles fällt unendlich schwer.

Und trotzdem tut sich immer so einiges. Immerhin wird die Küche stückchenweise vollständiger, bekommt Kleinkram einen vernünftigen Platz (wo man ihn dann auch wiederfindet … so Sachen wie Zollstock, Klebstoff, Kabelbinder, Batterien …), sortiert sich Papierkram. Ich versuche mich mit dem Gedanken zu trösten, dass ich ja noch sehr lange hier wohnen werde und somit hoffentlich noch viel Zeit habe, alles auf die Reihe zu bekommen – es muss nicht alles innerhalb eines Jahres perfekt sein. Tatsächlich sieht man manchen Stellen in diesem Haus doch schon an, dass WIR hier wohnen und nicht die Zwischenmieter oder die Schwiegers.

Ach ja, während ich das schreibe, liegt eine völlig entspannte Cleo neben mir auf der Couch, reckt das weiße Bäuchlein in die Luft und fängt tatsächlich an, verkuschelt zu werden. Inzwischen (toitoitoi) wird auch nicht mehr auf Teppiche protestgepinkelt. Ab und önnchen passiert es sogar schon mal, dass – HUCH – alle zwei- und vierbeinigen Nasen gemeinsam auf der Couch abhängen. Hachz!

So, und weil heute Sonntag ist, gibts jetzt noch ein Stück Käsekuchen! Wollja!

Die Grande Dame

Wie kann einem ein vierbeiniges Wesen in so kurzer Zeit so ans Herz wachsen?

Ja, wir vermissen unsere Micky immer noch sehr, unsere liebenswürdige Kuschelkatze. Aber das andere Katz den ganzen Tag allein in dem großen Haus ging gar nicht, und da war dann Cleo. Abgemagert ohne Ende, überdreht, misstrauisch, aber doch recht zutraulich. Angeblich mit ihren zwei Katzenkindern ins Tierheim gekommen, aber ich kann nichts, nichts herausbekommen, wer sie abgegeben hat, was aus den Kiddies geworden ist, wo sie vorher war. Sämtliche Nachfragen im Tierheim laufen leider ins Leere. Schade, aber es ist wie es ist.

Es hat jetzt einige Wochen gedauert, bis wir uns zusammengefunden haben. Zwischenzeitlich war ich drauf und dran, sie schweren Herzens wieder zurückzubringen, aber man muss sich ja auch mal ne Chance geben. Außerdem: siehe erster Satz. Unsere Kapriziöse, Fräulein Rührmichnichtan, Roter Feger und Kleine Mami.

Auch wenn wir bereits mit der Wohnzimmertapete und dem Küchenteppich Kollateralschäden haben – sie ist eben eine selbstbewusste Katzendame, unsere Cleo.

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Kaffee (Montags-Edition)

Wenn man sich morgens um 5.00 Uhr den Early-Bird-Kaffee aufs Dekolleté schüttet, statt ihn ordentlich zu trinken – dann sollte man den Montag abhaken und ohne Umweg zurück ins Bett gehen. Was man dann aber nicht tut, sondern erstmal das Nachtgewand, die Kuscheldecke und sich selbst in die Wäsche wirft …

 

P.S.: Au! Heiß!