Monat: Dezember 2016

Endzeitstimmung – Edition 2016

So, auch dieses Jahr, auch hier wieder. Mal sehen, wie es so war …

Zugenommen oder abgenommen?
Sehr gut gehalten, würde ich sagen. Ich weiß ja, wie es geht.  🙂

Mehr Geld ausgegeben oder weniger?
Immer noch mehr. Da waren so ein paar bescheuerte ungeplante Sachen wie eine Brandsanierung und ein neues Auto und einige neue Versicherungen. Knöppe nehmen die alle nicht. Ach ja, und die Küche. Und ein bisschen wohnlich machen wollte ich es dann doch auch.

Mehr bewegt oder weniger?
Insgesamt wohl mehr. Bei unseren 4 Stockwerken brauche ich keinen Stepper. Aber so rein sportiv gesehen war es doch ein bisschen wenig.

Der hirnrissigste Plan?
Erst spontan einen Tanzauftritt zusagen und dann denken „Choreo? Struktur? Musikauswahl? Och, hat doch noch Zeit.“

Die gefährlichste Unternehmung?
Manchmal sind es Kleinigkeiten. Bei mir ein Putzeimer, den ich drei Stufen tiefer auf die Kellertreppe stellen wollte. „Nimmste nachher mit runter.“ Blöderweise hatte das Gleichgewicht gerade Pause und es fehlte nicht viel, dass ich kopfüber einen im wahrsten Sinne des Wortes mörderischen Abgang gemacht hätte.

Die teuerste Anschaffung?
Steht diesmal in der Garage.

Das leckerste Essen?
Da waren kürzlich einige sauleckere Rinderrouladen! Ach ja, und mein Lieblingssalat beim Griechen.

Film/Buch/CD?
Nö, auch nicht 2016.

Das beste Konzert?
Ich war tatsächlich auf keinem einzigen Konzert in diesem Jahr? Kann das sein??

Die meiste Zeit verbracht mit?
Gedanken machen.

Die schönste Zeit verbracht mit?
Wie immer mit dem MannMitHut!
Und auch diesmal mit Handarbeiten und mit der Strickmädelsrunde.

2016 zum ersten Mal getan?
Ein Hochbeet gebaut. Eine Katze beerdigt.

2016 nach langer Zeit wieder getan?
Eine Katze im Arm gehalten, während sie zum letzten Mal einschlief.

Drei Dinge, auf die du hättest verzichten können?
Die altersschwache Pumpe, den Kellerbrand und die Folgen, Geldsorgen.

Die wichtigste Sache, von der dich jemand überzeugen wollte?
„Komm, lass uns das zusammen machen. Wir drei ergänzen uns perfekt!“

Das schönste Geschenk, dass dir jemand gemacht hat?
Mit einer Massage (bzw. einem Gutschein dafür) kriegt man mich immer.

Der schönste Satz, den dir jemand gesagt hat?
„Es ist alles nicht so schlimm, wie es jetzt aussieht. Alles überschaubar.“

Das vorherrschende Gefühl 2016?
Trotz allem: Dankbarkeit. Und doch auch: Frustration.

2016 war mit einem Wort drei Worten?
Einfach können andere.

 

2. Die interessanteren Fragen:

Auf der (Schulnoten-)Skala von 1 bis 6 – wie war das Jahr?
Eine 3 – mit Tendenz zur 4. Leider …

Der beste Sex?
Morgens.  😉

Der beste Drink?
Lühlein! Selbermacht!

Das beste Lied?
Schandmaul – Der Teufel hat den Schnaps gemacht
(Sorry, ich kann halt nur SaufTrinklieder)

Und J.B.O. – Panzer Dance

Butter bei die Fische – beichte deine Sünden in diesem Jahr!
Ich gestehe Schlendrian und Selbstsucht …

Und was hast du gelernt in diesem Jahr?
Von selber wird nix, du musst schon anpacken.

Was hast du über dich selbst gelernt?
Kuck an, ich stell mich ja doch gerne vor Leute hin und erzähle ihnen was. Macht Spaß!

Worüber hast du gelacht?
Über Wortwitz, staubtrockenen Humor und liebevolle Seitenhiebe vom MannMitHut.

Wer oder was hat dich inspiriert?
Immer wieder Bloggerhausen. Und ein paar Menschen, die ich in diesem Jahr kennengelernt habe.

Was hat dich überrascht?
Die liebevolle Art, mit der mein Bruder seinen Sohn großzieht.

Wovon darf das nächste Jahr mehr haben?
Geld. (Entschuldigung, ja, Geld ist nicht alles, aber ich hasse es, spitz auf Knopf leben zu müssen).
Neue Menschen in meinem Leben.
Und Ruhe im Sinne von „ruhiger Fluss“.
Ach und: Ausgehen. Mir wäre mal wieder so nach Cocktails oder nach Irish Pub! Aufbrezeln und tanzen!

Und was kann wegbleiben?
Nerviger Kleinkram. Und alles, was mich ausbremst.

Das Jahr wäre nicht vollständig gewesen ohne was?
*grins* Besuch auf dem Stoffmarkt.

 

3. Die tiefsinnige Variante:

Du hast die Möglichkeit, zu deinem 10jährigen Ich zurückzureisen. Was sagst du ihm über das Jahr 2016?
Armes Kleines, der Neid auf alle, die es besser haben als du, vor allem auf deine Brüder, frisst dich auf, nicht wahr? Ich verrate dir was: 2016 wirst du erleben, dass deine Brüder neidisch auf dich gucken. Weil du was erreicht hast, es besser gemacht hast und einiges hast, was sie nicht haben.

2016 war?
Anstrengend, energieraubend und streckenweise ziemlich kotzig.

2017 wird?
Arbeitsreich, aber hoffentlich positiver und erfolgreicher.

Weihnachten? Haken dran …

So, das war also Weihnachten 2016. Ein bisschen Tradition, ein bisschen spontane Planänderung, wenig Weihnachtliches, dafür Festliches und auch Alltägliches.

Nun denn, zuerst das Wichtigste, das Ergebnis der diesjährigen Plätzchen-Back-Challenge:

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In diesem Jahr sehr viel „das Übliche“ (Kissinger, Schwarzweiß, Cookies, Minzeteile, Whiskytrüffel und Rumkugeln) und zwei neue Experimente (Kokos… äh, -teile und Schokolebkuchen). Nun ja, ich hatte zwei Päckchen Kokosstreusel mit eingekauft, die ich nicht rumoxidieren lassen wollte. Und tatsächlich bot das uralte 70er-Jahre-Backbuch vom Onkel Doktor Oe. was Ausprobierenswertes. Also fix die Eiweiß steifgeschlagen … JA, WAR JA KLAR! Okay, Eiweiß ist ein Endgegner. Na egal, Hauptsache, ich bekomme die WICHTIGEN Dinge hier im Haus steif! (Sehen Sie es mir nach, ich MUSSTE das jetzt bringen.) Irgendwie wurde es dann doch noch und das Ergebnis ist ganz okay.

Traditioneller Heiligabend dann mit Fisch und Pü (und Münchner Bier für den MannMitHut und Gewürztraminer für mich). Heuer mit Saiblingen statt mit Forellen, weil die Forellen NOCH größer gewesen wären. Trotzdem sehr lecker *burps*.

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Man kann auch der Meinung sein, alles eingekauft zu haben und dann am 24.12. morgens um 8.00 Uhr doch nochmal losziehen, weil spontan die Alufolie ausgeht. Und ebenso spontan doch noch ein Mohnzopf gebacken werden soll, für den man dann aber Quark braucht … Vorteil: Man trifft dann das halbe Dorf und kann die Weihnachtswünsche gleich mit überbringen. Vorteil 2: Man bekommt unvermittelt das Angebot „Bist du etwa zu Fuß da?? Komm, ich fahr Dich schnell nach Hause, bei dem Regen!“ – Dorf halt 🙂

Das Familienweihnachtsessen am ersten Feiertag – I took it like a woman.
Ist eben so, war auch erträglich, ich hab mich dann halt relativ schnell abgeseilt.

So, am zweiten Feiertag einem weiteren Endgegner ins Auge geblickt:

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*Seufz* Das ist nicht schön, da machste nix, da machste das Bügeleisen an. Bis der MannMitHut mir dezent verklickerte, dass die zu besuchen geplante Weihnachtsveranstaltung im Park nicht um 16.00 Uhr, sondern um 14.30 Uhr anfängt. WHAT?? Ich hatte mich gerade so schön eingebügelt …

Tja, und dann fährste da hin, nimmst schön Aufstellung, um zusammen mit vielen anderen Leuten  Weihnachtslieder zu singen und ein bisschen Festtagsstimmung zu genießen – um dich nach 20 Minuten von Sturm- und RegenGEBRAUS wieder vertreiben zu lassen. Tatsache, die Veranstaltung musste abgebrochen werden, weil wegen nass der Strom ausfiel und wegen Sturm alles durch die Gegend flog. Also ab nach Hause und die Planänderung mit Glühwein und späterem Abendvesper bei den Schwiegers anständig beigebogen.

Nebenbei auch noch verarbeiten, dass das Jahr 2016 immer noch einen mehr drauf hat. Tja, der Boandlkramer lässt sich nicht immer mit Kirschgeist ablenken … Aber müssen die Einschläge so nahe sein??

 

Glühwein

Die für meinen Geschmack allerblödeste Jahreszeit: Morgens dunkel, nachmittags dunkel und dazwischen wird es auch nicht hell … Ich bin froh, dass ich mich mit dem Gedanken „ab jetzt werden die Tage wieder länger“ trösten kann.

Aber Glühwein kann auch ganz schön tröstlich sein. Und weil ich noch eine zweite Fuhre produziert habe und außerdem auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Dame hier mein Rezept:

Man nehme
2 Flaschen trockenen oder halbtrockenen Rotwein
1/4 bis 1/2 Liter Orangensaft
ca. 3 bis 4 Esslöffel Zucker
2 Stangen Zimt
3 Sternanis
4 – 5 ganze Nelken (Gewürz! Keine Blumen!)
etwas Kardamom
2 Esslöffel Quittengelee (rein optional, wenn zufällig gerade vorhanden)

Den Rotwein im Topf heiß werden lassen, Orangensaft und alles andere reinrühren und die Menge leise vor sich hinsimmern lassen. (Kennt außer mir eigentlich noch jemand den Ausdruck „simmern“?) Soll heißen: Das Ganze darf nicht kochen, sonst haben Sie den schönen Alkohol in Ihrer Küche unter der Decke hängen statt im Glühwein. Nach etwa einer Stunde schalte ich die Herdplatte ab und lasse den Topfinhalt noch ungefähr eine weitere Stunde durchziehen. Fertig! Abfüllen! (Den Glühwein! – Oder halt sich selber.)

Wichtig: Unbedingt zwischendrin mal probieren, ob noch Zucker fehlt. Das hängt halt immer auch vom Wein und vom persönlichen Geschmack ab.

Bei mir bestand erste Charge aus zwei Flaschen trockenem Dornfelder, bei der heutigen Aktion habe ich zwei Flaschen von meinem heiß geliebten Schriesheimer St. Laurent aus dem Kellerbestand genommen. Merke: Nicht am Wein geizen! Nur guter Wein wird guter Glühwein. Nix für 99 Cent nehmen, bei acht bis zehn Euro wirds interessant.
Nachdem manche Rezepte von schwarzem Tee sprechen, der auch noch mit rein muss/soll, habe ich das beim ersten Mal gemacht und festgestellt: Ne, muss nicht, ist besser ohne.
Das Quittengelee passt geschmacklich hervorragend, ist aber nur so ein „Schleifchen dran“, weil ich gerade Unmengen davon im Kühlschrank habe.

So, denn mal fix an die Pötte und Glühwein gemacht, ne!? Und lassen Sie mich gerne wissen, wie *hicks* er geworden ist!

Das Wochenende so …

Es wurde zunächst ein Kuschelbeschluss gefasst (aus der Reihe: Schreiben wie Buddenbohm):

cleok

Ein grausliges Handyfoto, aber es war halt gerade nichts anderes greifbar. Jawohl, mein Bein, meine Hand. Übrigens wohnt auch unsere Lea noch hier – nur leider produziert sie nicht so viel Fotografierwürdiges …

Dann wurden am Sonntagmorgen noch die Whiskytrüffel fertig, nun ist das Plätzchengedöns komplett. Fotos folgen, ich bin noch nicht zum hübsch-drapieren gekommen …
Und ich wage zu behaupten, dass MEINE Rumkugeln es durchaus damit aufnehmen können, so! 😉

Und schließlich hatten wir den 4. Advent schön:

essen

Rinderrouladen vom Feinsten. Jede im Rohzustand gefühlt ein halbes Fußballfeld groß. Diesmal mit Kartoffeln und Alibi-Gurkensalat. Ich versuche zwar immer mal wieder, mich mit „Ich kann nicht kochen“ rauszureden, das zieht aber irgendwie gar nicht mehr so …

Anschließend große Spazierrunde durchs Dorf, dann Weihnachtsmarkt im Nachbarort. Naja, immerhin ein Lühlein und eine Waffel und für den MannMitHut einen heißen Met, aber so wirklich vom Hocker reißen mich solche Märkte nicht mehr. Zumindest nicht, wenn von etwa 25 Buden 5 Fressbuden und 15 Glühweinstände sind.

Mein selbstfabrizierter Lühlein schmeckt mir da doch um Längen besser, weil a) selbermacht und b) nicht pappsüß. DA muss ich allerdings in den nächsten Tagen nochmal nacharbeiten und neuen Vorrat ansetzen, zwei Flaschen sind definitiv zu wenig davon. Zum Glück war ich so schlau, das Rezept diesmal aufzuschreiben.

Schneller als das Licht

Doch doch, es gibt etwas, das noch schneller ist als das Licht.
Das Phänomen zeigt sich allerdings nur unter bestimmten Umständen, nämlich wenn sich irgendwo Futter materialisiert. Dann kann man diese unfassbare Geschwindigkeit zwar nicht sehen, aber fühlen.

Die Maßeinheit dafür ist 1 Cleo.

Hamsterrad

Staubsaugen.Feudeln.BettFrischBeziehen.RumkugelnUndWhiskytrüffelNochMachen.PlätzchentütenPacken.ArbeitsschreibtischKlarSchiffMachen.ZuhauseSchreibtischKlarSchiffMachen.EinkaufszettelImKopfHaben.Müde.SoMüde.NochZumSpermüllFahren.SchriftkramSortieren.ProvisorienWegräumen.GeldVerdienen.WäscheWäscheWäscheBügeln.WaschenAuch.MalWiederWasNähen.MalWiederWasLesen.NochMüder.TausendKleinkramSachenImBüro.SachenAusDerGarageHolen.SchränkeFeudelnAufbauenUndEinrichten.GroßerKellerChaos.AmEnde.KeineKraftMehr.SatzfetzenUndFormulierungenImKopf.LetzteLebensmittelFürWeihnachtenEinkaufen.DenFischUnbedingtDrandenken.GeschirrSpülen.DieMülleimers.KatzenfutterUndStreu.SchonwiederStrafzettel.KeinKopfMehrFürIrgendwas.SamstagAbendGemeindeveranstaltung.VonWasBezahleIchDieAutoversicherung.EigentlichNurKatzenkuscheln.UndMannMitHut.DunkelMorgensUndAbends.NichtNurPlanenAuchUmsetzen.MehrSportWärGut.KochenUndMalWasEssen.TanzauftrittBrauchtVielÜbung.NochMehrMüde.KeinePause.

GehtBaldNichtMehr.

Heute Nacht

Heute Nacht tanzte ich mit dem Rum Tum Tugger und sprach mit einem alten Küchenschrank.*  Er war ein sehr freundlicher Schrank mit seinen x Schubläden und Fächern, es war so schön, darin zu stöbern. Der Schrank zeigte mir sogar seine etwas versteckten Seitenfächer, und ich fragte ihn vorsichtig, ob ich reingucken dürfte. (Das hatte fast etwas Disney-mäßiges, nur halt in real und extrem unkitschig.) In der ersten Schublade waren Postkarten mit außergewöhnlichen Briefmarken, in der zweiten ein altes, brüchiges Telegramm … „gefallen“.
Dieser Schrank hatte eine Seele. Das war in diesem Zimmer aber nicht das einzige Skurrile. Denn als ich den Schrank mit etwas Kamera-ähnlichem fotografierte, drückte ich beim letzten Mal nicht auf den Auslöser, und einer der vielen Deko-Gegenstände in diesem Zimmer – die mittlerweile alle ziemlich viel Leben zeigten, einschließlich der Puppen und Teddys – imitierte das Auslösergeräusch. Da fing ich aber an, in die Runde zu schimpfen …

Kurz vor dem Wachwerden heute Früh begegnete ich noch alten Bekannten in einem sehr, sehr chaotischen – hm, „Ladenlokal“, das gerade umgebaut wurde. Ich kletterte auf einen Schrank und traute mich dann nicht mehr runter. Dann fiel mir ein, dass ich ja eine Karte für eine Nachmittags-Kabarett-Vorstellung hatte und begann wie wild zu suchen. Dabei fand ich eine Menge Post, die ganz anderen Leute gehörte, Geldscheine und irgendwann auch meine Eintrittskarte. Nur musste ich jetzt ganz schnell zum Zug, weil ich musste ja noch hinkommen…

Herrjeh! Das war also diesmal der Auftakt. Das wird sich jetzt jede Nacht noch steigern, bis der Vollmond durch ist. Die realsten Träume sind die vor Mitternacht, meistens wache ich gegen halb zwölf auf und habe Mühe, Realität und Traum voneinander zu trennen. Manchmal sind die Wände zwischen beiden Welten schon sehr, sehr dünn …

* Ich werde wohl mal eine sehr, sehr wunderliche Crazy Old Catlady werden!

Den Schrank kann ich Ihnen nicht zeigen, aber den Rum Tum Tugger, der war doch, der ist doch irgendwo, na, wo hab ich denn, ach, hier:

PS: Nein, ich hatte keinen Glühwein, falls Sie das denken. 🙂