Monat: Januar 2017

10 Fakten

Auf gut Glück einmal in die Über mich-Kiste hineingegriffen und ein paar Dinge hervorgekramt. Mir ist gerade so danach.

1. Ich mag keinen Spinat, keinen Kürbis und keinen Spargel und kann außerdem keine rohen Tomaten essen.

2. Meine Küche hat weder Mikrowelle noch Geschirrspüler, noch Dunstabzug. Und ich vermisse das alles auch nicht bzw. verweigere es.

3. In meinem Schrank befinden sich Klamotten, die mindestens alle zwei, drei Wochen trage, die entsprechend oft gewaschen werden und nach mehr als 15 Jahren trotzdem noch fast wie neu sind.

4. Ich bin nicht eifersüchtig und klette nicht. Das hat bei mindestens einem Mann schon für erhebliche Irritation gesorgt, weil er diese  Selbstsicherheit nicht glauben konnte.

5. Ich habe für mich bereits festgelegt, wie meine Beerdigung einmal organisiert werden soll, bis hin zur Musik. Allerdings habe ich absolut keine Eile mit dem Sterben.

6. Ich habe nur extrem wenige, punktuelle Erinnerungen an die Zeit vor meinem 10. Lebensjahr.

7. Es gibt Verhaltensmomente bei anderen Menschen, insbesondere in Verbindung mit Alkohol, die mich triggern und fast panisch die Flucht ergreifen lassen. Ich weiß genau, was dann in mir passiert, kann es aber anderen nicht erklären.

8. Ich musste als Kind einmal als lebendes Schutzschild herhalten. Innerhalb der engsten Familie.

9. Wenn Zeitreisen möglich wären, würde ich zu gerne durch die Vergangenheit reisen und gucken, wie das alles so war, zum Beispiel so vor 65 Millionen Jahren, vor 2.000 Jahren, vor 30.000 Jahren, vor 10.000 Jahren. Ach was, ich würde alles gucken gehen.

10. An manchen Stellen fällt mir das räumliche Denken schwer. Deshalb kann ich keine lange Strecke rückwärts mit dem Auto fahren, muss mich beim Einparken sehr konzentrieren und kann die sogenannte gebundene Rotation des Mondes nur mit Anstrengung verstehen bzw. muss sie mir jedes Mal neu erklären (lassen).

Bonus:
11. Ich bin überzeugt, dass es die Menschheit schaffen wird, sich innerhalb der nächsten höchstens 100 Jahre selbst auszurotten. Wir werden als Spezies einfach eingehen. Der Planet wird uns nicht vermissen und uns nicht nachweinen.

Balkongedanken (7) – Dankbarkeit

Wissen Sie, 2016 war für mich und den MannMitHut absolut kein überragendes Jahr. Zu viele Hindernisse im Weg, zu oft „gehe zurück auf Los“, zuviel Kraft- und Energieraubendes. Die größeren Ereignisse sind hier nachzulesen, die vielen kleineren nicht so. Wir sind inzwischen beide tatsächlich angeschlagen und oft nur noch sehr, sehr müde. Bei mir ist es etwas besser geworden, seit ich mit meiner Ärztin gesprochen habe (es gibt sie noch, diese tollen Zuhör-Ärzte) und wieder brav regelmäßig meine Tabletten nehme (dass eine solche Winzmenge an Schilddrüsenhormom so viel ausmachen kann …). Der MannMitHut ignoriert noch, aber ich sehe ihm ja an, wie ihm das Jahr zugesetzt hat.

Trotzdem: Eines der vorherrschenden Gefühle in 2016 bei mir ist Dankbarkeit. Dafür, dass mein Leben trotz allem ein gutes ist. Ich bin dankbar dafür, dass
ich den MannMitHut habe
ich ein ziemlich großes Dach über dem Kopf habe
ich Menschen kennenlerne, die mich unterstützen und fördern
ich in einem friedlichen Land lebe und einfach in Geschäfte gehen und einkaufen kannich keine schlimmen Krankheiten oder Behinderungen habe
ich selbständig sein kann, weil ich das will
ich in einem Haus mit Garten und viel Platz lebe
ich meinen Hobbies nachgehen kann
und noch etliches mehr, das mir jetzt gerade nicht einfällt.

Und so lange ich noch jeden Samstag zum Einkaufen fahren kann, so lange ich den Kühlschrank oder den Küchenschrank aufmache und darin etwas zu essen ist, so lange ich Strom, Heizung und die Annehmlichkeit eines Bades (und dreier Toiletten, nebenbei) habe, so lange ich keine ernsthaften Gesundheitsprobleme habe, so lange ich Haustiere haben und notfalls spontan in die Tierklinik fahren kann (drücken Sie der Cleo ein bisschen die Daumen, ja?) – so lange GEHT ES MIR NICHT SCHLECHT! Ich bin dankbar dafür, dass ich das alles habe. Sehr.
Ich sage das auch nicht einfach vor mich hin oder versuche mir das einzureden, sondern: Das ist ein Gefühl, das ganz tief aus dem Bauch kommt.

Nein, wir können im Moment kein Geld auf die Seite legen, keine Sprünge machen, wir leben spitz auf Knopf, wir wissen manchmal nicht, wie wir große Rechnungen bezahlen sollen, wir würden so gerne das Haus gefälliger machen und notwendige Instandhaltungen machen lassen, es geht eben nicht.

Und doch: Ich finde, wir müssen alle wieder viel mehr die kleinen Dinge schätzen, die wir so oft als selbstverständlich hinnehmen. Es kann alles sehr schnell vorbei sein.

Zum Einstieg: Was mit Katze

Nämlich ein recht liebenswertes YT-Video mit einer Betriebsanleitung:

Allein schon der Begriff „Output-Port“ – herrlich! Das Katzenpersonal wird insbesondere die Aufforderung zum Nachtanken von Kraftstoff gut nachvollziehen können! 🙂
(Nachtrag von mir: Die am Anfang genannten 8 Wochen erhöhe ich auf 12!)

Ich hoffe, Sie sind gut in das neue Jahr gestartet. Wenn ich einen kleinen Wunsch äußern dürfte: Lassen Sie mal wieder was von sich hören! Wieso haben so viele lesenswerte Menschen das Bloggen in den letzten Monaten so gänzlich eingestellt? Muss ich echt die Blogroll schon wieder aufräumen, nee oder?

Ansonsten hoffe ich, dass das Jahr 2017 ein langer ruhiger Fluss wird. Am Ende des Jahres will ich Erfolge haben und sagen können: Das hab ich geschafft, und das, und das, und das auch!