Monat: Januar 2018

Krieger(in)

Krieger(in)

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Verschont den Park

Man kann über Mannheim ja durchaus geteilter Ansicht sein. Mei, es ist eben eine Industriestadt, geplant am Reißbrett. Sie wissen ja: „In Karlsruh‘ steht die Residenz, in Mannheim die Fabrik …“.

Vor einiger Zeit fand jemand die Stadt gar so hässlich, dass er sie gleich ganz wegmachen und dafür was Neues, Schönes hintun wollte. Ich bat darum, wenigstens den Luisenpark zu verschonen, aus Gründen. Wir haben einen dieser Gründe am Wochenende mal wieder besucht:

Einen so tollen Kerl mit einem solchen Posing – den kann man doch nicht so einfach wegmachen, oder?
(Sie hätten ihn mal sehen sollen, wie er sich in Pose geworfen hat, als er die Kamera registriert hat.)

Rauhnächte

Es heißt, in den Rauhnächten* wäre die Trennwand oder der Schleier zwischen der materiellen Welt und der nicht-greifbaren Welt dünner als sonst. Ich glaube zwar nicht, dass jede Nacht für einen Monat in diesem Jahr steht – so logisch und rational funktioniert die spirituelle Seite nicht. Aber es ist schon eine besondere Zeit, in der vielleicht meine Antennen noch empfindlicher sind als sonst.

Jedenfalls, was soll ich davon halten, wenn die Bilder in meinem Kopf mir fast jede Nacht eine bestimmte Person zeigen, die ich noch nicht mal persönlich kenne, sondern nur vom Bildschirm? Irgendwo gibt es da offenbar eine Verbindung, denn wer es ist, ist eindeutig.

Äußerst irritierend finde ich es auch, wenn die Welt der Toten so nahe ist, dass plötzlich mein Vater auftaucht. Der ist nun immerhin schon vor 24 Jahre gestorben.

Und nicht nur das, selbst meine Mutter kam zu einer Versöhnungs-Umarmung vorbei. (Sie wollte mir nach ihrem Tod sehr dringend noch etwas mitteilen. Ich Doof hab sie ins Licht geschickt, statt sie anzuhören. Das ärgert mich bis heute.)

Und von heute Nacht will ich gar nicht erst anfangen, denn das war wieder so episch, dass es nicht zu erzählen ist. Real und surreal gleichzeitig.

Wenn ich nach solchen Ausflügen zurückkehre in die reale Welt und endlich aufwache, bin ich sehr froh, den MannMitHut neben mir zu haben. Der ist dann nämlich meine Erdung. (alles gut, ich bin im sicheren Bett, ich bin zurück, es war ein Traum).

Und zwischendurch gibt es dann mal Träume, bei denen ich mir wünsche, sie würden ewig weitergehen, weil sie … hm …. rrrrrrrr sind.

Scheint, als hätte ich da etwas geerbt aus der weiblichen Vorfahrenlinie. Schon meine Großmutter soll in der Silvesternacht mit ihrem Schemelchen zum Kreuzweg-Horchen gegangen sein. Sagte man mir mal.

 

* Ja, ich bin altmodisch, was die Rechtschreibung des Wortes „rauh“ angeht! Das sieht doch nicht aus ohne h!