Monat: Mai 2018

Aufzüge

(Willkommen in meinen nächtlichen Hirnwelten. Ich muss das jetzt hier festhalten, bevor die Bilder wieder komplett verschwunden sind. Wirr und unzusammenhängend, aber irgendwie wichtig.)

Direkt kurz nach dem Einschlafen: Ein großer Raum, mindestens fünf, sechs Meter hoch, ganz oben rundum große Fenster. Ganz laut und deutiich: „Eindringlingsalarm!!“ – zusammen  mit einem durchdringenden Piepsen. Das Haus verriegelt sich selbst. Ich bin im Alarmmodus, dann beginnt es zu schießen.
Ich wache verschwitzt und panisch kurz auf und denke „Nöö, kein Bock auf Alptraum. Was anderes bitte!- sofort schlafe ich wieder ein und bin im selben Raum.
Diesmal als Besucher zusammen mit anderen Frauen, die ich RL kenne. Ich betrachte Näharbeiten mit krummen und schiefen Nähten, und frage mich, wie die Moni sowas machen kann, sowas würde die doch nie herstellen, die arbeitet sonst RL sehr akkurat, ich kenne doch ihre Arbeiten! Plötzlich wieder – wie vorhin – „Eindringlingsalarm!!“ mit dem lauten Alarmpiepsen. Wieder verriegelt sich der Raum selbst, die Fenster gehen zu, die Verstecke öffnen sich.
Wieder wache ich kurz auf und denke „Nei-hen, ich will jetzt keine Alpträume, geh weg!“ Dann liege ich doch halbwach: Eindringlingsalarm … sollte ich besser mal aufstehen und im Haus nachsehen? Ist alles in Ordnung? Aber ich  im REM-Modus, der Körper bewegt sich nicht, obwohl das Hirn denkt.
Wieder einschlafen.

Ein Aufzugsraum, groß und schwarz. Jemand hat mich voller Stolz eingeladen ihn zu besuchen da oben. In seinem neuen Zuhause. Oh toll, jemand aus einem SEHR früheren Leben … nun gut. 138. Stock. Der Aufzug fährt hoch. Ach J., glaubst Du wirklich, hier oben im Elfenbeinturm plötzlich ein besseres Leben zu haben? Danke, nichts für mich. Ich gehe wieder.

Szenen, die nicht mehr greifbar sind.

Eine neue Aufzugswelt. Erst in einem relativ normalen Haus und einem normalen Verhältnis. Es geht abwärts, ach ja, mal wieder ein WC-Traum. Unten angekommen, um fünf Ecken laufen, das Klo suchen und finden. Treppen wieder hochlaufen. Noch ein paarmal dieselbe Klo-Such-Aktion – im Aufzug runter, um die diversen Ecken laufen, Klo irgendwann finden -, dabei unter anderem Stimmen hören, die aus meinem früheren Arbeitsleben stammen.
Szenenwechsel in die Klinik. Der Aufzugsraum ist riesig und ein Teil des eingerichteten Stockwerks. Er fährt nicht immer dahin, wo man hinwill. Er fährt hoch, runter – aber vor allem viel seitwärts. Menschen, flüchtige Szenen. Oh, das ist die vornehme Abteilung, ne, da wollte ich doch nicht hin, Aufzug schon weg, Knopf drücken, warten,  vorherrschende Farbe blaugrau, schick habt ihrs hier, aber ihr seid eben auch im Krankenhaus. Der „Aufzug“ von innen, groß wie die halbe Etage. Viele Male, ganz oft anhalten, rumlaufen, Aufzug wieder suchen, richtige Aufzugstür suchen, Türen gehen auf, einsteigen. Lange Fahrten, meistens seitwärts. Die junge dünne Schwesternschülerin, die von inks einsteeigt, durchrennt nach rechts, da wieder rauswill, aber zu spät, der Aufzug fährt los, laaaaange Fahrt. Sie  schreit frustriert, dass sie jetzt zu spät kommt.
Die Abteilung für die Übergewichtigen …. nicht lange bleiben. Da wollte ich doch auch nicht hin, wo muss ich denn eigentlich hin… Begegnungen und Unterhaltungen mit veschiedenen einzelnen Menschen. Dann der entscheidende Hinweis: Wenn  der Aufzug in Deine Richtung fahren soll, musst Du vorher die Pause-Taste drücken und dann das drücken, wo Du hinwillst. Bevor ich das richtig ausprobieren kann, wache ich auf.

Halb fünf, guten Morgen. Coffee please. Oh my goodness …

Ich fürchte, in dieser Schilderung steht ein entscheidender Satz, der für mich noch mal wichtig werden wird.

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