Autor: AnnJ

Zwetschgenknödel

Es gibt so manches Essen, das ich nur einmal im Jahr bekomme. Zwetschgenknödel gehören dazu. Die mache ich nämlich nicht selbst (geht schief, habe ich ausprobiert), sondern lasse machen und mich dazu einladen. Zwetschgenknödel sind lecker.

Zwetschgenknödel gibt es heute Abend bei Schwiegers. Mjamjam! (Die Knödel, nicht die Schwiegers.)

Der Nachteil dabei ist, dass ich dabei weitere Familienmitglieder ertragen muss.
Ich hoffe, der Schwiegervater hat genügend Ablenkung in Form von alkoholhaltigen Getränken gebunkert. Meine letzte Drohung in Richtung dieses Paares war nämlich, wahlweise loszubrüllen und meine Meinung über gewisse Verhaltensweisen lauthals kundzutun oder aber erst mit der Faust auf den Tisch zu hauen und dann loszubrüllen und lauthals … Die dritte Alternative wäre, die beiden am Kragen zu packen und durchzuschütteln. Aber dabei gehen die dann noch kaputt.

Möge die Selbstbeherrschung mit mir sein. Aber nicht für die Zwetschgenknödel!

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Stufen

Nein, nicht Hermann Hesse.

Stufen im Haus. 44 Stück. Geht man nach oben, wird es mit jeder Stufe gefühlt ein halbes Grad wärmer. Nach unten ein halbes Grad pro Stufe kühler. Raten Sie, wo sich die Werkstatt vom MannMitHut befindet. Und wo Bügelbrett und Bügeleisen. Genau.

Rennt Geht man allerdings ein paar Mal am Tag sämtliche Stufen in sämtliche Richtungen, ist das Stockwerk auch schon wurscht.

(Falls Sie jetzt die Treppenhausszenen aus dem Haus, das Verrückte macht vor Ihrem geistigen Auge haben – jep! 🙂 )

 

Das Leben ist zu kurz,

um schlechten Wein zu trinken! Sagt jedenfalls der Weinkühler …

Und weil ich den MannMitHut heile vom langen Hockenheim-Wochenende zurückbekommen habe (suchmaschinen Sie „Matapaloz“ und „Hockenheim“ …), kam gestern Abend eine von den kostbaren Weinflaschen aus Schriesheim auf den Tisch.

Naja, was heißt „heile“ – zumindest in einem Stück und wiedererkennbar (suchmaschinen Sie „Pogo“).

Es geschieht so zwei-, dreimal im Jahr, dass der MannMitHut die Festival-Ausrüstung packt und sich in die Wildnis verabschiedet. Ich genieße das dann durchaus, die Zeit und das Haus für mich alleine zu haben.* Meistens bekomme ich dann irgendwann ein Anfall von Nostalgie und krame in alten Erinnerungen. Sie kennen vielleicht diese Gedankenketten, wo ein Gedanke zum nächsten führt? Im Laufe meiner – ziemlich unverklärten – Rückschau brachte mich meine Gedankenkette zu der Erkenntnis, dass der Mann, der einen Großteil meiner Jugend beeinflusst hat, in dieser Woche 57 Jahre alt wird. SIE-BEN-UND-FÜNF-ZIG! Öha, schwer auf die 60 zu! Da gehen sie hin ins Alter, die Idole unserer Jugend … Ich verfolgte einmal ein Interview mit ihm und habe auch seine Biografie gelesen. Beides habe ich nicht bis zum Ende durchgehalten, weil: WTF? Äh, nö Bub! So net! Diese geballte Portion Überheblichkeit, boah nee! Nun gut, Schulterzucken, bisschen grinsen über meine jugendliche Naivität in dieser Hinsicht (glauben Sie mir, in vielen anderen Dingen war ich nicht naiv!). Immerhin ist mein Beuteschema – äh, gefestigt.

Und wenn man dann mit dem Soulweeper  nochmal auf Dienstfahrt gehen darf, DANN HAT MAN HALT NEN OHRWURM! Und muss mal eben fünf sechs sieben Alben durchhören.

Und die Moral von der Geschicht‘? Älter werden hat schon auch so seine Vorteile. Manchmal lösen sich Illusionen auf, aber grundsätzlich ist es nicht schlecht, Menschen schneller zu durchschauen.

* Ja, der MannMitHut geht ohne mich auf Festivals. Ich bin dafür nicht geschaffen. Es ist besser für die Stimmung im Rudel und für mein Aggressionslevel (und die Unversehrtheit anderer), wenn ich dort nicht bin.

Freitagsfragen aufgehoben

Die werte Frau Brüllmaus hat ein Lebenszeichen von sich gegeben und sie hat mal gleich Fragen in die Gegend geworfen. Und weil ich auf sowas ja ganz gerne anspringe, hier meine Antworten dazu:

Was war Dein erster Gedanke, als Du heute Morgen aufgewacht bist?Warum ist der Himmel da draußen so hell? Da stimmt doch was nicht …
Tatsächlich war es aber so, dass sich die Wolken verzogen hatten und außerdem der Sonnenaufgang inzwischen schon recht früh anfängt. Um 5.00 Uhr ist es wirklich schon richtig hell.

Welches Talent hättest Du gern?

Ich hätte so gerne eine große Portion Kreativität!
Struktur, Abläufe, Ideen, Informationen finden – alles kein Problem. ABER etwas kreativ umsetzen, gestalten, bildlich machen, in Worte verpacken, um die Ecke denken, das fällt mir unglaublich schwer. Manchmal funktioniert es, oft genug aber gebe ich auch auf.

Montag = Waschtag, Freitag = Fischtag, Sonntag = Ruhetag. Früher hatten die Wochentage besondere Funktionen. Was wäre für Dich ein gutes Ritual an einem festen Tag?

Ein fester Punkt ist das Abendessen am Freitag: Allermeistens gibt es Nudeln mit einer Soße.
Ich überlege aber schon lange, einen Tag in der Woche zum „Haus-Tag“ zu machen, an dem ich mich nur um die häuslichen Belange kümmere. Das Wochenende ist mir nämlich zu kurz und auch zu schade dafür. (Sonntag Vormittag Bügelwäsche ist ja aber eigentlich auch ein Ritual.)
Der Plan scheitert allerdings immer daran, dass ausgerechnet dann berufliche oder andere Termine dazwischenfunken, die ich dann auch nicht anders legen kann.