Autor: AnnJ

Verschont den Park

Man kann über Mannheim ja durchaus geteilter Ansicht sein. Mei, es ist eben eine Industriestadt, geplant am Reißbrett. Sie wissen ja: „In Karlsruh‘ steht die Residenz, in Mannheim die Fabrik …“.

Vor einiger Zeit fand jemand die Stadt gar so hässlich, dass er sie gleich ganz wegmachen und dafür was Neues, Schönes hintun wollte. Ich bat darum, wenigstens den Luisenpark zu verschonen, aus Gründen. Wir haben einen dieser Gründe am Wochenende mal wieder besucht:

Einen so tollen Kerl mit einem solchen Posing – den kann man doch nicht so einfach wegmachen, oder?
(Sie hätten ihn mal sehen sollen, wie er sich in Pose geworfen hat, als er die Kamera registriert hat.)

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Rauhnächte

Es heißt, in den Rauhnächten* wäre die Trennwand oder der Schleier zwischen der materiellen Welt und der nicht-greifbaren Welt dünner als sonst. Ich glaube zwar nicht, dass jede Nacht für einen Monat in diesem Jahr steht – so logisch und rational funktioniert die spirituelle Seite nicht. Aber es ist schon eine besondere Zeit, in der vielleicht meine Antennen noch empfindlicher sind als sonst.

Jedenfalls, was soll ich davon halten, wenn die Bilder in meinem Kopf mir fast jede Nacht eine bestimmte Person zeigen, die ich noch nicht mal persönlich kenne, sondern nur vom Bildschirm? Irgendwo gibt es da offenbar eine Verbindung, denn wer es ist, ist eindeutig.

Äußerst irritierend finde ich es auch, wenn die Welt der Toten so nahe ist, dass plötzlich mein Vater auftaucht. Der ist nun immerhin schon vor 24 Jahre gestorben.

Und nicht nur das, selbst meine Mutter kam zu einer Versöhnungs-Umarmung vorbei. (Sie wollte mir nach ihrem Tod sehr dringend noch etwas mitteilen. Ich Doof hab sie ins Licht geschickt, statt sie anzuhören. Das ärgert mich bis heute.)

Und von heute Nacht will ich gar nicht erst anfangen, denn das war wieder so episch, dass es nicht zu erzählen ist. Real und surreal gleichzeitig.

Wenn ich nach solchen Ausflügen zurückkehre in die reale Welt und endlich aufwache, bin ich sehr froh, den MannMitHut neben mir zu haben. Der ist dann nämlich meine Erdung. (alles gut, ich bin im sicheren Bett, ich bin zurück, es war ein Traum).

Und zwischendurch gibt es dann mal Träume, bei denen ich mir wünsche, sie würden ewig weitergehen, weil sie … hm …. rrrrrrrr sind.

Scheint, als hätte ich da etwas geerbt aus der weiblichen Vorfahrenlinie. Schon meine Großmutter soll in der Silvesternacht mit ihrem Schemelchen zum Kreuzweg-Horchen gegangen sein. Sagte man mir mal.

 

* Ja, ich bin altmodisch, was die Rechtschreibung des Wortes „rauh“ angeht! Das sieht doch nicht aus ohne h!

Endzeitstimmung – Edition 2017

Willkommen zum traditionellen Rückblick auf das vergangene Jahr.

Zugenommen oder abgenommen?
Ab. Und besser verteilt. Aber fast schon sehr ab. Wenn Sie zweimal die Woche Sport- bzw. Tanzunterricht geben und die Meute entertainen – also alles vor- und mitmachen -, dann gehen da schon zweidrei Kilokalorien dabei drauf.

Mehr Geld ausgegeben oder weniger?
Ein Haus ist quasi ein Sparschwein – kannste immer was reinstecken.
Und im Geschäft musste ich nachbuttern.

Mehr bewegt oder weniger?
In der zweiten Jahreshälfte mehr, weil wegen entertainen und so. Ich stelle aber fest, dass mir das sportliche Bewegen „nur für mich“ fehlt. Also die Art von Sport, bei dem ich die Gedanken laufen lassen und dabei sortieren kann.

Der hirnrissigste Plan?
Ich glaube, dieses Jahr gab es keinen.

Die gefährlichste Unternehmung?
Die Tapezieraktion. Aber nur deshalb, weil ich mit dem Kleister gekleckert habe und dann bin ich in den Klecks reingetreten und – jedenfalls: Jie-ha! Mein Steiß und meine Handgelenke haben es ausgehalten. Hätte aber auch blöd ausgehen können. Und es hat ordentlich gerumst.

Die teuerste Anschaffung?
Gab es dieses Jahr keine. Wo kein Geld ist, kann keines ausgegeben werden.

Das leckerste Essen?
Koche ich meistens selber. Mir schmeckt das „Alltagsessen“. Ich freue mich darüber, was ich alles selbst machen kann. Aber wenn ich einen Favoriten haben müsste: Meine SemmelnNKnödelN! 🙂

Film/Buch/CD?
Ich glaube, die Kategorie kann ich streichen. Okay, jede Menge Fachliteratur, aber sonst gebe ich für Unterhaltung kaum bis kein Geld aus. Interessiert mich alles nicht.

Das beste Konzert?
War nicht das Konzert an sich, sondern das drumrum, in das das Konzert eingebaut war. Hihi, Punkt von der WannaDo-Liste weg.

Die meiste Zeit verbracht mit?
Sorgen machen.

Die schönste Zeit verbracht mit?
MannMitHut wieder auf Platz eins!
Dicht gefolgt von meiner Business-Buddy und einer Gruppe toller Frauen.

2017 zum ersten Mal getan?
Eine – äh … „Clubveranstaltung“ besucht. Eine mit viel nackter Haut.
Ach ja, und wahlgeholfen.

2017 nach langer Zeit wieder getan?
Tapeziert. (Eine Wand in der Küche. Ich bin aber ziemlich aus der Übung. DAS konnte ich schon mal besser.)

Drei Dinge, auf die du hättest verzichten können?
Das schwarze Loch, in dem das schöne Geld verschwindet.
Das anhaltende Auf-dem-Zahnfleisch-gehen.
MannMitHut in der Zwickmühle.

Die wichtigste Sache, von der dich jemand überzeugen wollte?
„Gib nicht auf. Da fehlt nicht mehr viel, damit es richtig gut wird.“ Und:
„Bau das Tanzen in Dein Business ein. DA bist Du zuhause!“

Das schönste Geschenk, dass dir jemand gemacht hat?
Meine Business-Buddy ist in mein Leben getreten. Das ist ein ganz wundervolles Geschenk, von wem oder was auch immer.

Der schönste Satz, den dir jemand gesagt hat?
Gesagt hat ihn mir keiner. Er stand auf einem T-Shirt, für das mir die Werbung vor die Nase kam.
Der Teufel flüsterte mir ins Ohr: Gib auf! Diesem Sturm kannst Du nicht standhalten!
Am nächsten Tag flüsterte ich dem Teufel ins Ohr: Unterschätze niemals eine Frau, die im Oktober geboren wurde. Ich BIN der Sturm!
Ja, nur ein doofer T-Shirt-Spruch. Aber mir hat er geholfen, mich an mich selbst zu erinnern. Das Shirt hätte ich gerne.

Das vorherrschende Gefühl 2017?
ÄCHZ!

2017 war mit einem Wort?
AL-TER!?

2. Die interessanteren Fragen:

Auf der (Schulnoten-)Skala von 1 bis 6 – wie war das Jahr?
Eine 3, glaube ich.

Der beste Sex?
Beginnt immer im Kopf.

Der beste Drink?
Immer noch die Lynchburg Lemonade vom MannMitHut!

Das beste Lied?
Ist ein Oldie: Nevermore – Garden Of Gray.

Butter bei die Fische – beichte deine Sünden in diesem Jahr!
Hab ich doch erst … aber gut: Trägheit. Schuldig im Sinne der Anklage.
Und vermutlich Flucht vor Dingen, die ge- und bedacht werden wollen/müssen.

Und was hast du gelernt in diesem Jahr?
Du bist verdammt nochmal nicht allein auf dieser Welt. Andere standen schon an der Hürde, wo Du jetzt bist, und helfen Dir gerne.

Was hast du über dich selbst gelernt?
Es macht mir eben doch was aus, dass ich mich auf meinen Körper nicht mehr ganz so blind verlassen kann. Ich will nicht schwach sein.

Worüber hast du gelacht?
Mit staubtrockenem Humor kriegt man mich immer.
Oft über Twitter-Tweets, aber auch über Situationskomik.

Wer oder was hat dich inspiriert?
Mein NähHandarbeitszimmer. Und zwei YT-Entdeckungen in dem Zusammenhang.

Was hat dich überrascht?
Eine Frage, die mir kürzlich erst jemand gestellt hat. Die war gut gezielt, hat mich überrascht, nachdenklich gemacht und ich habe noch keine Antwort darauf.

Wovon darf das nächste Jahr mehr haben?
Geld. Immer noch.
Auftrieb und Antrieb.
Wohnlichkeit in den eigenen vier Wänden.
Inspirationen und Ideen.

Und was kann wegbleiben?
Unsicherheit und Zukunftsangst.

Das Jahr wäre nicht vollständig gewesen ohne was?
Einkauf beim Stoff-Dealer des Vertrauens (Stoffe zum Nähen, ze-fix!) und auf dem Stoffmarkt.

3. Die tiefsinnige Variante:

Du hast die Möglichkeit, zu deinem 10jährigen Ich zurückzureisen. Was sagst du ihm über das Jahr 2017?
Mädchen, 2017 wirst Du weiter gegen den Strom schwimmen. Du wirst aufgeben wollen, Du wirst Stromschnellen haben, Du wirst keine Kraft mehr haben. Und trotzdem machst Du weiter. Irgendwann stellst Du erstaunt fest, dass Du Dein Alter Ego fast verbannt hast und fragst Dich, wann und warum eigentlich …
Aber Du erlebst auch, dass andere Menschen Dich als Vorbild haben und von Dir lernen wollen.

2017 war?
Auszuhalten.

2018 wird?
Hoffentlich energiegeladener. Der erste Ansatz ist immrhin schon da.

7 Todsünden

Hier gesehen und von hier kommts.

Zorn
(Einer meiner Lieblingssätze: Die Hölle ist nichts gegen den Zorn einer Frau!)

1. Würdest du je einen anderen Menschen schlagen?
Ja! Zum Beispiel, wenn es darum geht, Schwächere zu verteidigen. Und ich schließe andere Gegebenheiten nicht aus. Außer Affekt und Selbstbestätigung.
(Ich muss echt mal aufschreiben, wie das mit der Handtaschenräuberin war.)

2. Was ist dein persönliches Lieblingsärgernis?
Ungezogene Kinder Menschen, Unpünktlichkeit, mir Sachen zu unterstellen.

3. Würdest du gegen jemanden einen Groll hegen? Oder kannst du es einfach loslassen?
Ich kann gut und ausdauernd Groll hegen. Es gibt wenige, aber manche Dinge verzeihe ich nicht.

————–

Trägheit

4. Kannst du etwas nennen, das du jeden Tag tun solltest, aber was du trotzdem nicht tust?
Den Tag strukturieren und überblicken. In die Pötte kommen.
(Schuldig im Sinne der Anklage.)

5. Wann hast du zum letzten Mal eine faule Ausrede gemacht?
Vor ein paar Wochen.

6. Wie lange hast du heute Morgen die Schlummertaste gedrückt?
Ich habe keine Schlummertaste und bin sowieso grundsätzlich vor dem Wecker hellwach.

————–

Völlerei

7. Isst du Fleisch?
Jep. Drei-, viermal pro Woche und am Wochenende bestimmt. Ich kann nicht ohne.

8. Wie viel Alkohol hast du zu einem gegebenen Zeitpunkt getrunken?
Wenig. Alkohol macht fett. Ich bleibe außerdem gerne Herrin meiner Sinne und Handlungen. Aber ein gelegentliches Glas Bier oder Wein oder Whisky oder Lynchburg oder Kilkenny ist schon in Ordnung.

9. Was isst du am liebsten: Süßigkeiten, fetthaltige oder salzige Lebensmittel?
Alles?! Ich esse halt gerne. Okay, fett muss nicht unbedingt sein.

————–

Geiz

10. Wie viele Kreditkarten hast du?
Keine. Ich zahle am liebsten immer noch bar und lebe nicht über meine Verhältnisse.

11. Was würdest du mit einer Million Euro tun?
Versuchen, sie zu vermehren. Eine Million reicht nicht ganz für Haus UND alles andere.

12. Würdest du lieber reich oder berühmt sein?
Reich. Definitiv.

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Stolz

13. Ärgerst du dich, wenn du den ersten Platz nicht erlangst?
Nö, nicht unbedingt. Ist es das wert, dafür Energie zu verschwenden?

14. Würdest du mogeln, um eine bessere Note zu bekommen?
Nö, warum? Ich wüsste ja dann, dass die Note auf Sand gebaut wäre ….

15. Worauf bist du wirklich stolz?
Das Risiko Selbständigkeit eingegangen zu sein.
Nicht im Sumpf meiner Kindheit geblieben zu sein. (DAS hätte richtig schiefgehen können.)
Einen Körper zu haben, der mein Alter nicht verrät.

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Wollust

16. Wie viele Menschen haben dich nackt gesehen (außer Familie, Ärzte, usw.)?
Och, schon ein paar. In der Sauna sind ja normalerweise alle nackt. Und siehe 15./letzter Satz.

17. Was ist dein Lieblingskörperteil an anderen Menschen?
Bei Männern? Gucke ich erst auf die Haare, dann ins Gesicht/in die Augen und dann auf die Hände.  Wenn es gefällt und dann noch der Rest durchtrainiert ist … weia.
Allgemein? Hirn!

18. Hat je eine Prostituierte dich angemacht?
Äh, nö.

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Neid

19. Welches Objekt hat ein Freund von dir, das Du auch für dich selbst haben willst?
Fällt mir jetzt auch nach längerem Nachdenken nichts dazu ein.

20. Wer würdest du am liebsten sein, wenn du jemand anders sein könntest?
Die Person, die ich gerne wäre. Mit den Erfolgen und erfüllten Träumen, die ich mir vorstelle. Mit Kraft/Kondition (Parkour anyone?), Gelassenheit, Wissen und sehr viel mehr Zeit für das, was ich gerne tue.

21. Welches physische Attribut würdest du an dir selbst ändern?
Wie wohl viele Frauen hätte ich gerne mehr Oberweite. NurnBüsschn!
Und schönere, schlankere, elegantere Hände mit schönen Fingernägeln.
(Wenn ich darüber klage, tröstet mich der MannMitHut immer mit dem Satz: „Dafür können Deine Hände mit einer Bohrmaschine umgehen!“ Joah, auch was wert.)

 
So, nun habe ich Sie wieder tief ins Nähkästchen blicken lassen.

Spinnen, Motten und Prince

Heute Nacht also mal wieder hochauflösend und gestochen scharf. Die Traumbilder! Was denken Sie denn!

Der MannMitHut hat freundlicherweise die beiden Spinnen aus meinem Büro hinausexpediert. Handtellergroße Spinnen mit einem weißen Hinterteil und schicken schwarzen Haaren darauf! Brrrr … Kurz darauf flogen die Motten herum, die aus der – hm, Architektur kamen. Fragen Sie nicht nach Logik in einem Traum. Die Wände waren Wände und doch wieder nicht. Und die Menschen, die eigentlich im Computer sein sollten (weil wegen Online-Termin heute), alle um meinen Schreibtisch herum.

Dann aber: Eine Veranstaltung mit lauter Menschen, die ich kenne. Und mit Prince als Ehrengast.  DAS beunruhigt mich schon etwas. WER? Jemand aus meinem realen oder virtuellen Umfeld? Tote Personen tauchen manchmal nicht ohne Grund in meinen Träumen auf …

Und im Tageslicht und mit einer großen Schippe voll Arbeit heute vor mir verblassen die Bilder zu Farbklecksen und diffusen Erinnerungspunkten.

Aus der Zeit gefallen (mal wieder)

Hoppla, es bewegt sich ja doch noch … okay, mir war nicht bewusst, WIE lange der letzte Blogpost her ist. Und was könnte stimmiger sein für einen neuen Eintrag, als ein verregneter Sonntagsmäander, nachdem wir erst um 3.00 Uhr heute früh heimgekommen sind … und ich meine Gedanken noch ein bisschen aufräumen muss.

Weil: Ich bin halt ein Dinosaurier … auch im Musikgeschmack.

War schon eine etwas … äh … spezielle Veranstaltung gestern. Musikalisch bis zu einem gewissen Punkt sehr in Ordnung. Aber halt nur bis dahin. Leute, im Ernst: Wenn ich „Metal“ hören will, will ich „Metal“ hören! Ich brauch den ganzen modernen Sch Kram nicht. Ich will bei Rebellion mitsingen („The clans are marching ‚gainst the law“ …), Battery abfeiern und mich mit Warriors Of The World und Run To The Hills 30 Jahre zurückbeamen, okay? Es GAB mal gute Musik. *seufz*

Trotzdem war es ein feiner Abend mit entspannten Menschen. Außerdem waren der MannMitHut und ich mal wieder gemeinsam unterwegs und das in sehr „zweisamer“ Stimmung – was leider momentan nicht oft der Fall ist.

Aber das muss ich noch loswerden – kommen wir mal zum anwesenden Publikum:
Mädels! MÄDELS! Wie erkläre ich Euch das jetzt?
Du hast richtig große Brüste? Wundervoll, grandios! Und auch noch Deine geilsten Stiefel angezogen, woha! Aber: Dann steh auch dazu! Tu das, wozu Du hier auf der Party bist: Lass Dich angucken! Und latsch um Himmels Willen nicht durch die Gegend wie ein Bauer durch seinen aufgeweichten Acker. Das schönste Nicht-Outfit nützt Dir nix, wenn Du trampelig und krummrückig rumläufst und zudem die Selbstliebe einer Distel verströmst.
Du hast nichtsogroße bis kleine Brüste? Ebenso grandios! Du hast sie nämlich auch wunderhübsch nicht-verpackt. Aber für Dich gilt das gleiche! Noch mehr! Kleiner Tipp vom Küken: Brüste kommen sehr viel besser zur Geltung, wenn die Frau aufrecht geht!
Also: Rücken gerade, Kopf hoch, QueenElizabeth-Haltung und elegante kleine Schritte, ja? (Sonst dürft ihr auch gerne mal in meinen Unterricht kommen …)
Ja sorry, ich finde es einfach jammerschade, wenn Ihr Euch selbst Eure Wirkung nehmt.

Jetzt zum anderen Teil:  KERLS!
Ich weiß ja, dass die Metaller nicht (mehr) die allerhübscheste Spezies unter den Männern sind. Das heißt aber nicht, dass Ihr es darauf anlegen müsst. Wir Ladies möchten nämlich auch gerne unser Augenfutter haben, ja?! Zumindest auf so einer Veranstaltung. Bittedanke! Wir sollen hübsch daherkommen und Ihr meint, Ihr braucht nix weiter tun als im ältesten verwaschensten schlechtsitzendsten Shirt, das kaum über Eure Bierplautze geht, an der Bar rumzustehen, das fünfte alkoholische Irgendwas in der Hand,  und wir liegen Euch zu Füßen? Vergesst es. Schaut wenigstens ansatzweise drauf, dass Ihr in Form bleibt. Nein, wir erwarten keine durchtrainierten Models, aber ein bisschen Selbstachtung und Manieren (und Körperpflege!). Achja, dass Alkohol der Libido nicht auf Dauer förderlich ist, wisst Ihr, ne? Alkohol macht außerdem fett.
Denkt in dem Zusammenhang mal drüber nach.

Aber okay, zwei, drei, so ne Handvoll von Euch habens doch kapiert. Die guckt unsereins dann eben den ganzen Abend an. 🙂 (Immer, es ist immer der DJ. Oder der Gitarrist. Manchmal auch beides in einer Person … 😉 )

So, jetzt bin ich mal gespannt, ob die Ausgeh-Klamotten wieder so lange im Schrank bleiben.

Aber hey: Ich kann’s noch! NOCH bin ich nicht ganz unsichtbar in der Menge, und das ist ja auch schon was wert!

 

Zwetschgenknödel

Es gibt so manches Essen, das ich nur einmal im Jahr bekomme. Zwetschgenknödel gehören dazu. Die mache ich nämlich nicht selbst (geht schief, habe ich ausprobiert), sondern lasse machen und mich dazu einladen. Zwetschgenknödel sind lecker.

Zwetschgenknödel gibt es heute Abend bei Schwiegers. Mjamjam! (Die Knödel, nicht die Schwiegers.)

Der Nachteil dabei ist, dass ich dabei weitere Familienmitglieder ertragen muss.
Ich hoffe, der Schwiegervater hat genügend Ablenkung in Form von alkoholhaltigen Getränken gebunkert. Meine letzte Drohung in Richtung dieses Paares war nämlich, wahlweise loszubrüllen und meine Meinung über gewisse Verhaltensweisen lauthals kundzutun oder aber erst mit der Faust auf den Tisch zu hauen und dann loszubrüllen und lauthals … Die dritte Alternative wäre, die beiden am Kragen zu packen und durchzuschütteln. Aber dabei gehen die dann noch kaputt.

Möge die Selbstbeherrschung mit mir sein. Aber nicht für die Zwetschgenknödel!