Das andere Katz

Fangen

Wenn zwei Katzen der Meinung sind, dass „Fangen“ ein supertolles, fetziges Spiel mit rasanter Akrobatik ist, sollten Sie tunlichst nicht auf der Couch im Weg liegen! Für Sie getestet.*

* mit eingedrücktem Brustkorb geschrieben *röchel*

(Immerhin, ansatzweises Spielen miteinander!)

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Die kleinen Dinge

Es sind doch immer wieder die kleinen Dinge, die mir bewusst machen, dass ich – trotz aller Widrigkeiten – kein schlechtes Leben habe.

Am Sonntag hat der Spießer in mir Freigang:

Sonntag

Ein Sonntag Nachmittag ohne Kaffee und Kuchen ist für mich quasi unvorstellbar. Heute im Anschnitt: Erdbeerkuchen mit Joghurtcreme. Die Schokoschicht zwischen Kuchenboden und Creme muss nicht, mache ich aber immer wieder gerne. Will wer? (Ja, das sind zwei Stücke da auf meinem Teller. Ich esse sowieso zwei Stück, wieso sollte ich zwischendrin also nochmal aufspringen und in die Küche rennen? Nehme ich doch gleich zwei Stück mit raus.)

Nicht im Bild: Üppiges Mittagessen mit Hackfleisch in Blätterteig und Salat aus dem Garten! \o/

Das ganze auf der eigenen Terrasse mit Blick in den eigenen Garten. Und ich bin froh und dankbar, dass das alles noch da ist!

Das andere Katz findet übrigens:

LeaSonntag

„Das Interieur ist ja ganz nett, aber die Kissen sind hier schon ziemlich klein!“

Morgen dann Schluss mit Sonntagsidylle, das Kontrastprogramm heißt: Stinkigen Keller weiter leerräumen.

Katzen – inspiriert von Punkt Punkt Punkt

Über die Aktion bei Sunny gestolpert und – naja, Katzen! KATZEN! 🙂

Rückblende, 1998/1999. Erst einmal Literatur gewälzt ohne Ende. Dann stand irgendwann der Entschluss fest: Wir (also mein damaliger Freund und ich) gucken mal ins Tierheim. Ich wusste, was ich wollte: Ältere Katzen, zwei Stück, Aussehen und Geschlecht egal. Ich guckte. Blieb an zwei wunderschönen Schildpatt-Katzen kleben, aber die waren dem Mann damals zu alt (die waren schon 13). Im Zimmerchen daneben aber: Zwei Kater, Brüder, 7 Jahre alt, gerade vor zwei Tagen abgegeben. Durch das Fenster maunzte uns eindringlich etwas Getigertes an. SEHR eindringlich. Ich setzte mich vorsichtig ins Zimmerchen und war alsbald annektiert vom Getigerten. Seinen Bruder konnte ich erst sehen, als ich auf dem Boden saß: Der hatte sich so unter der Heizung verkrochen, dass nur das weiße Bauchfell zu sehen war – bzw. auf den weißen Fliesen eben nicht.

So zogen Bimbo und Campino bei mir ein. (Für die Namen kann ich nichts, die waren schon so und ändern wollte ich sie dann nicht.)
Bimbo: Ein vornehmer Herr in grau-gestreift, immer ein bisschen distanziert, stabil gebaut, nicht laut, aber ein tiefes stilles Wasser. Nie auf dem Schoß, aber immer genau daneben.
Campino: Ein Charmeur sondergleichen. Sichtbare Siamesen-Gene, allerdings alle Farben umgedreht: heller Bauch, brauner Rücken, verwegene Gesichtszeichnung – und strahlendblaue Terence-Hill-Augen! Immer auf dem Schoß, gerne auch mal ein Nackenwärmer.

Beide waren im Ausbüxen und Einbrechen ganz groß: Bimbo konnte Türen aufmachen – und Campino den Kühlschrank. Das Schnitzel in der Pfanne war auch nicht sicher. Meine Küche war Fort Knox!

Das schlimmste Erlebnis: Campino stürzte einmal aus dem 3. Stock 16 Meter tief auf den Asphalt! Außer einer gestauchten Pfote, einer aufgeplatzten Oberlippe und einer Riesen-Gehirnerschütterung passierte ihm zum Glück NICHTS! Aber sein Vertrauen in mich war erstmal weg, es dauerte ein halbes Jahr, bis er wieder bei mir auf dem Schoß lag.

Meistens konnte die Couch nicht groß genug sein, beide lagen immer am äußersten Ende. Sie kuschelten nie zusammen. Es gibt nur zwei Ausnahmen, beide zum Glück fotodokumentiert: Einmal lagen sie zu zweit eingekringelt auf dem WC-Deckel! Und ein Foto zeigt sie mit dem Rücken zur Linse, nebeneinander am Fenster, die Nasen an der Scheibe platt, auf Taubenjagd. Leider sind die Fotos analog und noch in irgendeinem Karton vergraben. Ich kann hier nicht damit dienen, hole das aber irgendwann nach.

Als sie 15 Jahre alt waren, wurde erst Campino krank. (Einmal kotzte er mir die Zimmerwand von oben bis unten voll und fütterte dabei auch noch die Fische im Aquarium.) Es war schrecklich, die Entscheidung zu treffen – aber ihn noch länger leiden zu lassen, stand außer Frage.

Bimbo trauerte sehr um seinen Bruder. So sehr, dass die Tierärztin vier Wochen später mich ansah und traurig den Kopf schüttelte. Auch Bimbo schlief in meinen Armen ein.

Wir hatten eine schöne Zeit zusammen.

Es vergingen viele Jahre ohne Katzen. Bis letztes Jahr im Sommer Micky bei mir und dem MannMitHut  einzog. Und im Herbst dann Lea. Beide aus Tierheimen, 12 und 13 Jahre alt. Wieder zwei sehr unterschiedliche Charaktere, aber beide freundlich, liebenswürdig, kuschelbedürftig – jede auf ihre eigene Art.
Micky, Mickily, die Rabenschwarze: nur neben dem Schoß, dafür gerne mit unter die Decke kuschelnd, dankbar für jede Aufmerksamkeit, gemütlich, verschlafen, Sofa-Katze.
Lea, Quantenkatze, Randalea: getigert, nur mit schriftlicher Einladung in Schönschrift auf dem Schoß, Jägerin, Schnürle-Erlegerin, Türenöffnerin.
Leider werden die beiden keine dicken Freundinnen. Sie fressen immerhin relativ friedlich nebeneinander, gehen sich ansonsten aus dem Weg und habe offensichtlich keinen Stress. Vielleicht wird es im Sommer besser, wenn sie beide in den Garten können.

Ich muss mal wieder ein paar Fotos machen …

 

Papierspielzeug

Nachdem unsereiner momentan zu gar nix kommt, geschweige denn zum Bloggen, muss heute eben wieder Katzencontent herhalten.

Wenn man nämlich eine Katze hat, die gerne Türen aufmacht, um an das hübsche, weiche, weiße Spielzeug zu kommen, dann findet man im Gäste-WC halt auch mal das vor:

Toilpap

Und was sagt die Katze dazu? „Üüüüüch? War’s nicht! Schau, wie unschuldig ich schau!“

*geht Klopapier aufwickeln*
Naja, ich muss dann doch grinsen, wenn ich mir die Katze vorstelle, wie sie mit ihren Pfötchen immer nochmal rollert, und nochmal, und nochmal ….