Das Katz

Testament einer Katze

Das Testament einer Katze

Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament,
um ihr Heim und alles, was sie haben,
denen zu hinterlassen, die sie lieben.

Ich würde auch solch ein Testament machen,
wenn ich schreiben könnte.

Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner
würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen,
meinen Napf, mein kuscheliges Bett,
mein weiches Kissen, mein Spielzeug
und den so geliebten Schoß,
die sanft streichelnde Hand,
die liebevolle Stimme,
den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,
die Liebe, die mir zu guter Letzt
zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird,
gehalten im liebendem Arm.

Wenn ich einmal sterbe, dann sag‘ bitte nicht:
„Nie wieder werde ich ein Tier haben, der Verlust tut viel zu weh!“
Such Dir eine einsame, ungeliebte Katze aus
und gib‘ ihr meinen Platz.
Das ist mein Erbe.
Die Liebe, die ich zurücklasse,
ist alles, was ich geben kann.
(Quelle: Internet)
.
Ach Micky … Wir vermissen Dich! Sehr!
.

Daumen drücken

Wenn Sie vielleicht ein paar gedrückte Daumen für uns übrig hätten?

Der MannMitHut und ich kommen gerade (22.30 Uhr) aus der Tierklinik, wo unsere Micky die Nacht verbringt. Die Rabenschwarze begrüßte uns heute Nachmittag … ja, eben nicht. Apathisch lag sie im verstecktesten Winkel, kurzatmig, mit Fieber und Schmerzen.

Jetzt ist ihr Zustand einigermaßen stabil, aber fit ist was anderes …

Katzen – inspiriert von Punkt Punkt Punkt

Über die Aktion bei Sunny gestolpert und – naja, Katzen! KATZEN! 🙂

Rückblende, 1998/1999. Erst einmal Literatur gewälzt ohne Ende. Dann stand irgendwann der Entschluss fest: Wir (also mein damaliger Freund und ich) gucken mal ins Tierheim. Ich wusste, was ich wollte: Ältere Katzen, zwei Stück, Aussehen und Geschlecht egal. Ich guckte. Blieb an zwei wunderschönen Schildpatt-Katzen kleben, aber die waren dem Mann damals zu alt (die waren schon 13). Im Zimmerchen daneben aber: Zwei Kater, Brüder, 7 Jahre alt, gerade vor zwei Tagen abgegeben. Durch das Fenster maunzte uns eindringlich etwas Getigertes an. SEHR eindringlich. Ich setzte mich vorsichtig ins Zimmerchen und war alsbald annektiert vom Getigerten. Seinen Bruder konnte ich erst sehen, als ich auf dem Boden saß: Der hatte sich so unter der Heizung verkrochen, dass nur das weiße Bauchfell zu sehen war – bzw. auf den weißen Fliesen eben nicht.

So zogen Bimbo und Campino bei mir ein. (Für die Namen kann ich nichts, die waren schon so und ändern wollte ich sie dann nicht.)
Bimbo: Ein vornehmer Herr in grau-gestreift, immer ein bisschen distanziert, stabil gebaut, nicht laut, aber ein tiefes stilles Wasser. Nie auf dem Schoß, aber immer genau daneben.
Campino: Ein Charmeur sondergleichen. Sichtbare Siamesen-Gene, allerdings alle Farben umgedreht: heller Bauch, brauner Rücken, verwegene Gesichtszeichnung – und strahlendblaue Terence-Hill-Augen! Immer auf dem Schoß, gerne auch mal ein Nackenwärmer.

Beide waren im Ausbüxen und Einbrechen ganz groß: Bimbo konnte Türen aufmachen – und Campino den Kühlschrank. Das Schnitzel in der Pfanne war auch nicht sicher. Meine Küche war Fort Knox!

Das schlimmste Erlebnis: Campino stürzte einmal aus dem 3. Stock 16 Meter tief auf den Asphalt! Außer einer gestauchten Pfote, einer aufgeplatzten Oberlippe und einer Riesen-Gehirnerschütterung passierte ihm zum Glück NICHTS! Aber sein Vertrauen in mich war erstmal weg, es dauerte ein halbes Jahr, bis er wieder bei mir auf dem Schoß lag.

Meistens konnte die Couch nicht groß genug sein, beide lagen immer am äußersten Ende. Sie kuschelten nie zusammen. Es gibt nur zwei Ausnahmen, beide zum Glück fotodokumentiert: Einmal lagen sie zu zweit eingekringelt auf dem WC-Deckel! Und ein Foto zeigt sie mit dem Rücken zur Linse, nebeneinander am Fenster, die Nasen an der Scheibe platt, auf Taubenjagd. Leider sind die Fotos analog und noch in irgendeinem Karton vergraben. Ich kann hier nicht damit dienen, hole das aber irgendwann nach.

Als sie 15 Jahre alt waren, wurde erst Campino krank. (Einmal kotzte er mir die Zimmerwand von oben bis unten voll und fütterte dabei auch noch die Fische im Aquarium.) Es war schrecklich, die Entscheidung zu treffen – aber ihn noch länger leiden zu lassen, stand außer Frage.

Bimbo trauerte sehr um seinen Bruder. So sehr, dass die Tierärztin vier Wochen später mich ansah und traurig den Kopf schüttelte. Auch Bimbo schlief in meinen Armen ein.

Wir hatten eine schöne Zeit zusammen.

Es vergingen viele Jahre ohne Katzen. Bis letztes Jahr im Sommer Micky bei mir und dem MannMitHut  einzog. Und im Herbst dann Lea. Beide aus Tierheimen, 12 und 13 Jahre alt. Wieder zwei sehr unterschiedliche Charaktere, aber beide freundlich, liebenswürdig, kuschelbedürftig – jede auf ihre eigene Art.
Micky, Mickily, die Rabenschwarze: nur neben dem Schoß, dafür gerne mit unter die Decke kuschelnd, dankbar für jede Aufmerksamkeit, gemütlich, verschlafen, Sofa-Katze.
Lea, Quantenkatze, Randalea: getigert, nur mit schriftlicher Einladung in Schönschrift auf dem Schoß, Jägerin, Schnürle-Erlegerin, Türenöffnerin.
Leider werden die beiden keine dicken Freundinnen. Sie fressen immerhin relativ friedlich nebeneinander, gehen sich ansonsten aus dem Weg und habe offensichtlich keinen Stress. Vielleicht wird es im Sommer besser, wenn sie beide in den Garten können.

Ich muss mal wieder ein paar Fotos machen …

 

Ruft den Tierschutzverein!

Hilfe! Ruft den Tierschutzverein! Rettet uns – wir müssen hier elend hungern. Wir werden steeeeeerben! Nix, aber auch gar nix bekommen wir heute früh zu fressen. Hat uns denn niemand mehr lieb? So tut doch was!!

Frau AnnJ, was sagen Sie denn dazu? Wie können Sie nur??

„Ähaberaberaber … Tierarzttermin! Zahnstein wegmachen bei der Micky. Vollnarkose und so – Katze darf nix fressen! Und wenn eine Katze nichts bekommt, kann auch die andere nichts haben.“

Hm, so so. Aber das wird nachgeholt, verstanden?!

„Sobald die Plüschkatze im Korb im Auto ist, versprochen!“

Ich tu das ja echt ungern, aber jetzt ist es wirklich dringend nötig. Die arme Micky – aber die Alternative sind schlechte Zähne und Fressprobleme. Wäh! Na dann, spielen wir wieder mal das Schrödinger-Spiel.

Katzencontent

Entschuldigung – aber sie können halt auch süß!

Leider alles Hanti-Fotos, weil eben aufspringen und Fotoapparat holen isnich …

MickyNeu

MickyNeu3a

Nicht weglaufen, während ich hier schlafe, ja?
Katzenknäuel …

 

LeaNeu2a

Hier bin ich Katz‘, hier darf ich’s sein!

MickLT2

Die schläft doch nicht wirklich auf meinem … doch, tut sie!

 

LeaStrick3Neu LeaStrick1Neu

So muss das: Sonntag, Strickzeug, Katze aufm Schoß, Sonne im Fenster und Tee dazu!

(Aus der Reihe: AnnJ in Schlumperklamotten. Ach kommen Sie, Sie laufen doch zuhause auch nicht im feinen Zwirn, oder? 😉 )