Leben im Allgemeinen

Stufen

Nein, nicht Hermann Hesse.

Stufen im Haus. 44 Stück. Geht man nach oben, wird es mit jeder Stufe gefühlt ein halbes Grad wärmer. Nach unten ein halbes Grad pro Stufe kühler. Raten Sie, wo sich die Werkstatt vom MannMitHut befindet. Und wo Bügelbrett und Bügeleisen. Genau.

Rennt Geht man allerdings ein paar Mal am Tag sämtliche Stufen in sämtliche Richtungen, ist das Stockwerk auch schon wurscht.

(Falls Sie jetzt die Treppenhausszenen aus dem Haus, das Verrückte macht vor Ihrem geistigen Auge haben – jep! 🙂 )

 

Das Leben ist zu kurz,

um schlechten Wein zu trinken! Sagt jedenfalls der Weinkühler …

Und weil ich den MannMitHut heile vom langen Hockenheim-Wochenende zurückbekommen habe (suchmaschinen Sie „Matapaloz“ und „Hockenheim“ …), kam gestern Abend eine von den kostbaren Weinflaschen aus Schriesheim auf den Tisch.

Naja, was heißt „heile“ – zumindest in einem Stück und wiedererkennbar (suchmaschinen Sie „Pogo“).

Es geschieht so zwei-, dreimal im Jahr, dass der MannMitHut die Festival-Ausrüstung packt und sich in die Wildnis verabschiedet. Ich genieße das dann durchaus, die Zeit und das Haus für mich alleine zu haben.* Meistens bekomme ich dann irgendwann ein Anfall von Nostalgie und krame in alten Erinnerungen. Sie kennen vielleicht diese Gedankenketten, wo ein Gedanke zum nächsten führt? Im Laufe meiner – ziemlich unverklärten – Rückschau brachte mich meine Gedankenkette zu der Erkenntnis, dass der Mann, der einen Großteil meiner Jugend beeinflusst hat, in dieser Woche 57 Jahre alt wird. SIE-BEN-UND-FÜNF-ZIG! Öha, schwer auf die 60 zu! Da gehen sie hin ins Alter, die Idole unserer Jugend … Ich verfolgte einmal ein Interview mit ihm und habe auch seine Biografie gelesen. Beides habe ich nicht bis zum Ende durchgehalten, weil: WTF? Äh, nö Bub! So net! Diese geballte Portion Überheblichkeit, boah nee! Nun gut, Schulterzucken, bisschen grinsen über meine jugendliche Naivität in dieser Hinsicht (glauben Sie mir, in vielen anderen Dingen war ich nicht naiv!). Immerhin ist mein Beuteschema – äh, gefestigt.

Und wenn man dann mit dem Soulweeper  nochmal auf Dienstfahrt gehen darf, DANN HAT MAN HALT NEN OHRWURM! Und muss mal eben fünf sechs sieben Alben durchhören.

Und die Moral von der Geschicht‘? Älter werden hat schon auch so seine Vorteile. Manchmal lösen sich Illusionen auf, aber grundsätzlich ist es nicht schlecht, Menschen schneller zu durchschauen.

* Ja, der MannMitHut geht ohne mich auf Festivals. Ich bin dafür nicht geschaffen. Es ist besser für die Stimmung im Rudel und für mein Aggressionslevel (und die Unversehrtheit anderer), wenn ich dort nicht bin.

Freitagsfragen aufgehoben

Die werte Frau Brüllmaus hat ein Lebenszeichen von sich gegeben und sie hat mal gleich Fragen in die Gegend geworfen. Und weil ich auf sowas ja ganz gerne anspringe, hier meine Antworten dazu:

Was war Dein erster Gedanke, als Du heute Morgen aufgewacht bist?Warum ist der Himmel da draußen so hell? Da stimmt doch was nicht …
Tatsächlich war es aber so, dass sich die Wolken verzogen hatten und außerdem der Sonnenaufgang inzwischen schon recht früh anfängt. Um 5.00 Uhr ist es wirklich schon richtig hell.

Welches Talent hättest Du gern?

Ich hätte so gerne eine große Portion Kreativität!
Struktur, Abläufe, Ideen, Informationen finden – alles kein Problem. ABER etwas kreativ umsetzen, gestalten, bildlich machen, in Worte verpacken, um die Ecke denken, das fällt mir unglaublich schwer. Manchmal funktioniert es, oft genug aber gebe ich auch auf.

Montag = Waschtag, Freitag = Fischtag, Sonntag = Ruhetag. Früher hatten die Wochentage besondere Funktionen. Was wäre für Dich ein gutes Ritual an einem festen Tag?

Ein fester Punkt ist das Abendessen am Freitag: Allermeistens gibt es Nudeln mit einer Soße.
Ich überlege aber schon lange, einen Tag in der Woche zum „Haus-Tag“ zu machen, an dem ich mich nur um die häuslichen Belange kümmere. Das Wochenende ist mir nämlich zu kurz und auch zu schade dafür. (Sonntag Vormittag Bügelwäsche ist ja aber eigentlich auch ein Ritual.)
Der Plan scheitert allerdings immer daran, dass ausgerechnet dann berufliche oder andere Termine dazwischenfunken, die ich dann auch nicht anders legen kann.

Whiskey in the Jar

Oder: Es wurde ein Messebesuch-Beschluss gefasst … Weils grad passt und weil die Whisk(e)y-Vorräte seltsamerweise äußerst übersichtlich geworden sind. Ist ja auch schon eine Weile her, seit wir im Paradies waren – Sie erinnern sich vielleicht?

So werden also der MannMitHut und Klein-AnnJ nächsten Samstag durch die SlowFood-Messe in Stuttgart und arg durch den Continental Whisky Market schlendern, vermutlich fürchterlich viel probieren müssen und ein Heidengeld dortlassen.

Ansonsten Oster-Relaxen wir gerade so vor uns hin, obwohl ich eigentlich Arbeit bis unters Dach zu tun habe. Morgen noch anständig das unumgängliche Familienessen überstehen, am besten ohne wieder sowieso nutzlose Diskussionen anzufangen. Das Ausruhen ist auch dringend notwendig, besonders für den MannMitHut, weil die Akkus in den letzten zwölf Monaten doch böse leergelaufen sind. Urlaub? Wasissndasundwieschreibtmandaskannmandasessen?

Aber es passieren ja zwischendurch auchmal nette Sachen, zum Beispiel habe ich einer Giraffe live beim Giraffenbabykriegen zugeschaut (jaaaa, im richtigen Moment wieder eingeschaltet!), ich habe in den scheinbar endlosen Schönwetterwochen fast schon Vorsommer genossen und saß bereits mit shorter Shorts und Bikini auf der Terrasse (oberrheinische Tiefebene halt), ich habe ein paar tolle und hilfreiche Menschen kennengelernt und bin dabei, ein paar Stellschrauben in meinen Angelegenheiten zu drehen, was sich dann hoffentlich bis Ende des Jahres so positiv auswirkt, dass ich entspannter und optimistischer in die Zukunft blicken kann.

Die Katzendamen? So katzig, wie sie nur sein können. Unserer Lea allerdings merkt man ihre 15 Jahre jetzt doch ein bisschen an, ab und zu steht sie mal tüdelig in der Gegend und ihr Gesichtsausdruck sagt eindeutig „Was wollte ich nochmal grade?“ Cleo dagegen legt sich besonders gern mit dem grauen Nachbarkater an, das gibt dann schon mal richtig Keile, weil eine Katze, die ihre beiden Kinder wohl auf der Straße durchgebracht hat, die lässt sich nicht so einfach das Futter wegfressen und unterbuttern von so einem, einem … KATER.

Und es reicht jetzt dann auch wieder zum ergiebigeren Bloggen, das geht ja hier so nicht, dass das arme Blog so vor sich hinstaubt.

 

Tja, was soll ich sagen

Letztendlich kann man ja doch vor nix davonlaufen. Seit Tagen grüble ich hin und her, wie ich (m)eine Situtation lösen könnte. (Und auch der Aufsprung auf die Workout-Challenge vom Captain ist nichts anderes als Ablenkung.)

Wissen Sie, ich bin ein ehrlicher Mensch. Mir ist nichts mehr verhasst, als irgendwo Verbindlichkeiten, sprich Schulden zu haben. Ich lebe nach dem Motto: Was ich nicht direkt sofort bezahlen kann, das kaufe ich dann eben jetzt nicht. Nur: Jetzt bin ich in einer Situation, in der ich etwas investieren muss, um dabeizubleiben. Das Geld habe ich im Moment nicht, aber es macht mich auch fertig, dann bis Ende des Jahres eine für mich unpopuläre Entscheidung treffen zu müssen.

Im Klartext: Ich hätte jetzt bitte gerne eine gute Fee, die jemanden dazu bringt, mir bis Ende des Jahres Geld zu borgen. Es mag Menschen geben, denen zweitausend oder zweieinhalbtausend Euro nur ein Lächeln entlocken – für mich bzw. uns ist es gerade mal existenziell.

Liebes Universum, es wäre schön, wenn wir mal nicht mehr krebsen müssten, sondern wieder aufrecht laufen könnten …