Passt sonst nirgends

Das Phänomen Zeit

Warum ist das eigentlich so, dass einem die Zeit langsamer zu vergehen scheint, wenn ein bestimmtes Ereignis absehbar ist?

Die ganzen letzten Wochen war ich trotz des provisorischen Lebens nicht annähernd so hibbelig und ungeduldig wie jetzt. Jetzt sind noch drei, vier, fünf Tage durchzuhalten – und die Zeit scheint überhaupt nicht mehr zu vergehen. Das ziiiieeeeht sich gerade … Wie, es ist erst Freitag? Nicht schon Sonntag? Oder Montag? Wirklich nicht? Hmpf … mennnnoooo.
Gleichzeitig tausend Pläne, Ideen und ToDos im Kopf, die alle noch ausgebremst sind, weil „Jetzt warte doch erstmal ab, bis wir an Ort und Stelle sind!!“ Hmpf … mennnnoooo! Andere Dinge, die jetzt schon machbar wären, scheitern dafür an der Abwesenheit der erforderlichen Leute.

Zum Glück habe ich mir für dieses Wochenende (ehrenamtliche) Arbeit aufgehalst, sonst würde ich nur noch dasitzen und mit dem Fuß auf den Boden tappen.

„Schenk mir Geduld, aber zackig!“ *g*

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Ein Dialog

„Kumpel, wassn los? Du schaust so grantig?“
„Haste mitgekriegt, was die blöde Kuh wieder gemacht hat? Dabei war sie doch echt schon so gut weg davon!“
„Wer? Sie?“
„Hmmm.“
„Naja, Rückfälle gibt es halt immer mal … ist das so schlimm?“
„Es war ausgemacht, dass sie es nicht mehr tut. Ich bin voll sauer!“
„Aber die letzte Zeit war schon echt hart. Nur Volldampf, allein und keine Zeit für sich selber. Ich kann verstehen, wenn sie Entspannung neben der Spur sucht.“
„Du mit deinem ewigen Verständnisgedöns! Das ist nicht hilfreich!“
„Nur immer …“
„Quatsch! Man muss auch mal konsequent sein. Ist doch völlig unpassend jetzt gerade! Wo soll es denn hinführen? Und wie soll sie es unterbringen, hm? Nachher schimpft sie wieder über sich selber. Dass es alles kompliziert macht und nur mehr Stress und Arbeit bringt. Und dass sie es doch gar nicht mehr machen wollte. Außerdem kann sie es sich auch nicht leisten. Geldlich, meine ich. “
„Du kannst dich aber auch aufregen. Es braucht halt auch mal was ohne Verpflichtung. Es hält sich doch noch in Grenzen – sie tuts ja nicht jede Woche.“
„Aber ausgerechnet bei DEM? Ey, der ist so evil, und das weiß sie auch! Ich könnt kotzen. Fällt sie doch glatt wieder auf das schöne Äußere rein. Und leicht macht er es ihr auch noch.“
„Er weiß eben, wie er sie rumkriegt und wie er sie nehmen muss. Er kennt seine Wirkung schon …“
„Ja, SIE kennt sie aber auch!“
„Lass sie mal, lass gut sein. Es war bestimmt nur ein Ausrutscher.“
„Das hoffe ich, weil sonst muss ich echt mal reingrätschen.“
Jungs! JUNGS!
Könnt ihr zwei da auf meinen Schultern mal BITTE die Klappe halten? A*a*on hat geliefert und ich will in Ruhe meine neuen Bücher angucken! In RUHE!

Für Zwischendurch

Da versucht man mit einiger Anstrengung, sich im neuen Leben häuslich einzurichten oder überhaupt mal Struktur reinzubringen (eine Baustelle weniger, yeah!), arbeitet bis zum Umfallen und mittlerweile ganz ohne Nerven, sieht sich vor lauter Dasmussnochunddasnochunddasauchnoch gar nicht mehr aus – und dann hält einem der Feedreader dieses Video unter die Nase.

Zurücklehnen, genießen, nichts tun – nur gucken und hachzen.

Via Frau Nessy.

Früher als der Vogel

Mein liebster Tagesmoment: Morgens zwischen 5.00 Uhr und 6.00 Uhr …

Ich weiß, da schüttelt sich jetzt Mancher und spricht von einer unmöglichen Uhrzeit, quasi einer Nicht-Zeit – aber mein Early-Boot-System läuft um diese Uhrzeit schon auf Touren. Ich bin dann glockenwach und voller Unruhe.

Nu gucken se nich so – ja, ich gehe um diese Zeit joggen. Die Welt ist ruhig und friedlich, derweil die Sternlein traulich funkeln (oder so …), der Lärm der Großstadt hat noch nicht eingesetzt und es ist außer einer marginalen Anzahl von Ebenfalls-Joggern nichts unterwegs, was einem in den Weg oder über die Füße laufen könnte. Oder mir gar beim Laufen zugucken könnte.
Der Tag weiß noch nichts von Hektik, von Schlagzeilen, von ToDo’s, er weiß noch nicht, was er bringen und wie er enden wird. Alles scheint möglich. Die Gedanken mäandern hierhin und dahin. Das Hirn kommentiert noch nicht, sondern guckt sich einfach nur an, was da so herangetragen wird.
Einfach nur SEIN.

Und wenn dann die Welt rundherum aufwacht, ist die lauschige Tageszeit vorbei, und aus Sein wird Leben.

Weihnachten ante portas

Weil über Weihnachten eigentlich alles gesagt ist, hier nur etwas weihnachtliche musikalische Untermalung (alt, aber nicht unaktuell):

I wish I was at home for Christmas…

Vergessen Sie nicht ganz, was Weihnachten sein sollte! Nehmen Sie sich zwischendurch mal ein heißes Getränk – Kaffee, Tee, Glühwein, Kakao, was auch immer -, suchen Sie sich eine stille Ecke und kommen Sie wieder bei sich an.
Trotz aller Hände, die in den kommenden Tagen an Ihrem Hosen- oder Rockzipfel zerren werden und Ihre Präsenz beanspruchen – versuchen Sie ein bißchen durchzuatmen. Vielleicht ist das hier hilfreich?:

Ihnen allen angenehme Feiertage!

Und achten Sie in den kommenden Rauhnächten auf Ihre Träume!

AnnJ